MacBook Pro 2021: Apple verteidigt Notch als "richtig clevere" Lösung

Ins Display der neuen MacBooks Pros ragt eine Kerbe, hinter der Sensoren stecken. Apple verteidigt die von iPhones bekannte Design-Entscheidung.

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MacBook Pros mit Notch

(Bild: Apple)

Von
  • Leo Becker

Apples Sensor-Aussparung am oberen Bildschirmrand sorgt erneut für Diskussionen. Der sogenannte "Notch" – eine Einkerbung am oberen Display-Rand, hinter der Kamera und Sensoren stecken – ist nun in das 14"- und 16"-Display des neuen MacBook Pro integriert und teilt dort die Menüleiste von macOS in zwei Hälften.

Ähnlich wie schon bei der Einführung mit dem iPhone X im Jahr 2017 eckt das Design-Element bei manchen Nutzern an. Im Unterschied zum iPhone fehlt am Mac weiterhin die im Notch verborgene Gesichtserkennung Face ID, was zusätzlich Kritik auslöste.

In einer ersten Reaktion betonte eine Apple-Managerin, dass der Notch nicht zu einer geringeren Bildschirmfläche führt: Man habe das Display des neuen MacBook Pro bewusst höher gestaltet, sodass der Bereich mit dem Notch über dem bisherigen Display mit einer Diagonale von 16 Zoll und einem 16:10-Seitenverhältnis liegt. Die Bildschirmdiagonale des MacBook Pro 2021 beträgt 16,2 Zoll oder 14,2 Zoll.

Die Menüleiste von Photoshop passt gerade noch links neben den Notch.

(Bild: Apple)

Die Sensor-Einkerbung wurde so gewissermaßen nach oben verlegt und "aus dem Weg geräumt", das sei ein "richtig cleverer Weg", um mehr Platz für Inhalte zu schaffen, betonte die Mac-Produktmanagerin Shruti Haldea in einem Interview mit dem YouTube-Kanal Same Brain.

Im App-Vollbildmodus und bei der Videowiedergabe blendet macOS automatisch schwarze Balken ein, die den Notch verbergen. Ein Kompatibilitätsmodus soll dafür sorgen, dass keine App-Inhalte ungewollt überdeckt werden. Entwickler können den Platz links und rechts der Einkerbung aber auch für ihre Programme nutzen. Das ist auch auf iPhones möglich, wird dort aber nur selten genutzt.

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Die neuen MacBook Pros gibt es mit 14-Zoll- oder mit 16-Zoll-Display.

Bei Anwendungen mit einer großen Zahl an Menüeinträgen kann es allerdings knapp werden, so passen etwa die Photoshop-Menüs gerade noch links neben den Notch, wie von Apple veröffentlichte Screenshots zeigen – der Hersteller packt die App-Menüs in macOS 12 Monterey offenbar etwas enger. Auch Nutzer, die eine massive Zahl an Statusmenüs verwenden, müssen auf dem neuen MacBook Pro eventuell umsortieren oder Tools wie Bartender verwenden, die Statusmenüs bündeln.

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(lbe)