MacBook Pro M1 Pro und M1 Max: Wie Apple MagSafe wiederbelebt

Endlich haben portable Macs wieder die praktische Fallsicherung. USB-C ist trotzdem nicht tot – mit bis zu 140 Watt.

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MagSafe und Netzteil für M1 Max und M1 Pro

MagSafe-Kabel und Netzteil für M1 Max und M1 Pro.

(Bild: Apple)

Update
Von
  • Ben Schwan

Endlich wieder portable Macs mit einer ausreichenden Anzahl von Anschlüssen: Apple hat mit den neuen MacBook-Pro-Modellen das Ende reiner USB-C-plus-Kopfhöreranschluss-Notebooks bei dem Hersteller eingeleitet. Neben HDMI und einem SD-Karten-Slot ist auch der lange vermisste Port für MagSafe zurückgekehrt – in Form von MagSafe 3, der dritten Inkarnation des magnetischen Stromanschlusses. Dieser löst sich automatisch, wenn man das Kabel von oben oder von unten zieht – ein praktischer Fallschutz für die teuren Macs, den Apple über viele Jahre standardmäßig dabei hatte.

Die neuen M1-Max- und M1-Pro-Maschinen nutzen dabei eine interessante Kombination verschiedener Ports: Das MagSafe-3-Stromkabel hat auf der anderen Seite einen USB-C-Anschluss. Dieser wiederum ist für eines der insgesamt drei neuen Netzteile gedacht, die Apple für die neuen MacBook Pros anbietet. Sie reichen von 67 Watt für das 14,2-Zoll-Modell mit M1-Pro-8-Kern-Chip über die 96-Watt-Variante, die es bislang schon gab (ab M1 Pro mit 10 Kernen) bis hin zu 140 Watt für das MacBook Pro mit 16-Zoll-Display.

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Aufladen lassen sich die neuen Rechner entweder per MagSafe 3 oder USB-C, was Flexibilität bietet. Bei Verwendung von MagSafe 3 bleiben drei freie USB-C-Anschlüsse mit Thunderbolt 4 – für einen vierten war offenbar kein Platz mehr. Entsprechend bleibt es bei maximal drei USB-C-Anschlüssen, wenn die Maschine geladen wird – das ist auch bei den Vorläufern mit M1- oder Intel-Chip nicht anders.

Spannend ist ein neuer Schnelllademodus, den Apple erstmals für den Mac bringt: Ab dem 96-Watt-Netzteil kann man das 14-Zoll-Modell so mit MagSafe-3- oder USB-C-Ladekabel in rund einer halben Stunde von 0 auf 50 Prozent Ladezustand bringen. Apples 96-Watt-Netzteil kostet 85 Euro, es ist aktuell bei Apple nur schwer lieferbar. Die 67-Watt-Variante kostet einzeln 65 Euro, die 140-Watt-Version 105 Euro. Verlängerungen für das Netzteil kostet 25 Euro, ein zwei Meter langes USB-C- auf MagSafe-3-Kabel 55 Euro. Es ist jetzt aus einem geflochtenen Material gefertigt.

[Update 19.10.21 21:22 Uhr:] Das neue 140-Watt-Netzteil ist Apples erste Stromversorgung auf GaN-Basis (Galliumnitrid). Dies erlaubt eine relativ kompakte Bauweise. Das Gerät kann zudem dank USB-C PD 3.1 diverse andere Geräte mit Strom versorgen. Ein Schnellladen des MacBook Pro mit 16 Zoll ist aktuell nur über MagSafe 3 vorgesehen, weil die Thunderbolt-4-Schnittstellen nur bis zu 100 Watt vertragen. Beim 14-Zoll-Modell stört das nicht. Apple zufolge hält der MagSafe-3-Stecker auch stärker als die frühere Generation.

(bsc)