Machine Learning: Amazon veröffentlicht DeepRacer-Software als Open Source

Das autonome Spielzeug DeepRacer erlaubt den spielerischen Einstieg in maschinelles Lernen. Die Software dahinter stellt Amazon jetzt quelloffen zur Verfügung.

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(Bild: fuyu liu/Shutterstock.com)

Von
  • Robert Lippert

Amazon stellt die Gerätesoftware für sein autonomes Fahrzeugmodell DeepRacer erstmals vollständig quelloffen zur Verfügung. Das Spielzeug ermöglicht Entwicklerinnen und Entwicklern einen spielerischen Einstieg in die Themen maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz, wobei die Plattform auf verschiedene Dienste wie Amazon Rekognition oder Amazon Comprehend zurückgreift. Seit ihrer Vorstellung im Jahr 2018 ist eine eigene Liga um das Fahrzeugmodell entstanden – die AWS DeepRacer League ist nach Angaben von Amazon die weltweit erste internationale Liga für autonome Rennen.

Die Besonderheit der DeepRacer-Plattform liegt darin, dass sie in weiten Teilen auf das sogenannte bestärkende Lernen (Reinforcement Learning) setzt, bei dem die Rechenmodelle komplexe Verhaltensweisen auch ohne speziell gekennzeichnete Trainingsdaten erlernen können, mit dem Ziel, autonom eigene Strategien zu entwickeln.

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Mit der nun als Open Source veröffentlichten Gerätesoftware sollen Developer bereits mit wenig Erfahrung unter Linux dazu in der Lage sein, die Plattform an eigene Zwecke anzupassen. Zur Inspiration stellt Amazon sechs Beispielprojekte bereit, wie „Follow the leader“, mit der das Fahrzeug autonom einem vorausfahrenden Objekt folgen kann, oder „DeepBlaster“, mit dem sich eine an das Fahrzeug montierte Nerf-Spielzeugwaffe autonom nutzen lässt.

Details zum Schnelleinstieg in die Programmierung des AWS DeepRacer hat Amazon im AWS-ML-Blog zusammengefasst. Hier geht es um das Set-up des Follow-the-leader-Beispiels und den Zugriff auf das Modell für die Objekterkennung. Interessierte finden hier auch ein Angebot für die mit rund 300 US-Dollar bepreiste Hardware aus dem Amazon Store.

(rme)