MagSafe: Was Apples neuer drahtloser Ladestandard fürs iPhone kann

Mit Magneten will Apple verhindern, dass Geräte verrutscht aufgelegt werden. Das erlaubt unter anderem mehr Leistung und interessantes Zubehör.

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Eine Sammlung verschiedener MagSafe-Hüllen.

(Bild: Apple)

Von
  • Ben Schwan

Eine Überraschung, die nur kurz vor der gestrigen Apple-Keynote bekannt wurde, ist die von dem Konzern wiederbelebte MagSafe-Technik.

In den vier neuen iPhone-12-Modellen stecken nun auf der Rückseite Magnete, die beim Laden helfen sowie neues Zubehör ermöglichen. Apple sowie Peripherieanbieter bieten dazu einen kompakten Ladepuck an (Preis 43,85 Euro) – sowie demnächst spezielle Ladematten, von denen es auch eine geben wird, mit der sich iPhone 12 und Apple Watch gleichzeitig laden lässt.

Dank der Magnete liegt das iPhone stets korrekt auf. So lassen sich bis zu 15 Watt übertragen – signifikant mehr als die bei Qi in der Spitze üblichen 7,5 Watt. Apple betonte bei der MagSafe-Vorstellung auch, dass bei herkömmlichen Qi-Ladern stets das Problem besteht, dass die Geräte falsch auf der Ladematte liegen und so nicht mit voller Leistung geladen werden können. MagSafe macht das faktisch unmöglich, sofern eine dazu passende Ladematte vorhanden ist. Das iPhone 12 ist aber auch weiterhin zu traditionellen Qi-Ladern kompatibel.

Die Magnete haben aber noch eine zweite Funktion: Spezielles Zubehör wird darüber angebracht. So halten Apples Silikon-Hüllen für iPhone 12 und 12 Pro künftig (auch) magnetisch. Ein Laden durch sie hindurch ist weiterhin möglich. Auch bietet Apple eine Kartenhülle an, die direkt am iPhone 12 angebracht werden kann, sowie eine neue Sleeve-Hülle, dem iPhone 12 übergestülpt wird. Auch diese hält magnetisch und bietet ein Durchguckloch für die Uhrzeit. Das iPhone weiß, dass die Hülle verwendet wird und schaltet die Uhr dann an.

Apple erhofft sich von MagSafe ein "ganz neues Ökosystem" – erste Zubehörhersteller wie Belkin, Mpow oder Mophie stehen bereits in der Startlöchern. Für Nutzer heißt dies natürlich auch, dass sie höhere Ausgaben für neue Peripherieartikel einkalkulieren müssen. MagSafe-Hardware liegt dem iPhone nämlich keineswegs bei – es muss nachgekauft werden.

(bsc)