Magic Leap: 500 Millionen US-Dollar für zweite Augmented-Reality-Brille

Magic Leap hat sich weitere Finanzmittel in Höhe von 500 Millionen US-Dollar gesichert. Sie sollen die Entwicklung des neuen AR-Headsets unterstützen.

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(Bild: Magic Leap)

Von
  • Daniel Herbig

Die AR-Firma Magic Leap hat sich 500 Millionen US-Dollar neues Kapital gesichert. Mit den frischen Finanzmitteln soll die Entwicklung eines neuen AR-Headsets vorangetrieben werden, teilte Firmenchefin Peggy Johnson mit.

Die Magic Leap 2 genannte Headset soll einer Pressemitteilung zufolge im kommenden Jahr auf den Markt kommen, nachdem Johnson im April noch 2021 als Veröffentlichungstermin eingeplant hatte. Der Unternehmenschefin zufolge wird das neue Headset aber bereits von einigen Kunden getestet. Dabei handelt es sich um Firmenkunden: Wie das erste Magic-Leap-Headset wird sich auch die neue Version an den Business-Markt richten.

Die neue Version der Magic Leap soll leichter und ausdauernder werden als die Erstauflage. Johnson hat das Gerät bei ersten Medienauftritten als ein Gerät für den täglichen und ganztägigen Einsatz vorgestellt. Ob das AR-Headset wirklich den ganzen Tag mit einer Ladung durchhält, bleibt abzuwarten: Im Test von c't schaffte es die erste Magic Leap gerade einmal anderthalb Stunden, bevor sie wieder an den Strom musste. Das neue Headset soll laut Johnson außerdem ein größeres Sichtfeld (Field of View, FoV) als das Vorgängermodell bieten.

2020 hatte das Unternehmen Magic Leap etwa die Hälfte seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen. Etwa 1000 Angestellte sollen das Unternehmen verlassen haben, berichtete Bloomberg. Der damalige CEO Rony Abovitz begründete den Schritt mit der Coronakrise. Die erste AR-Brille von Magic Leap hatte sich zuvor nicht auf dem Consumer-Markt durchsetzen können.

Im Rahmen der Entlassungen wurde daher auch das Geschäftsmodell auf den Business-Bereich umgestellt, wo auch AR-Brillen wie Googles Glass und Microsofts Hololens ein Zuhause gefunden haben. "Unsere Führungsriege und Investoren glauben noch an das langfristige Potenzial unserer Produkte, die kurzfristigen Gewinnchancen liegen derzeit aber im Enterprise-Bereich", schrieb Abovitz. Wenige Monate später verließ er das Unternehmen.

(dahe)