Mainz führt weitgehend Tempo 30 ein - DUH verärgert

Obwohl Mainz mit Tempo 30 für die City eine Forderung der Deutschen Umwelthilfe erfüllt, ist diese verärgert: Man könne die NOx-Werte so nicht einhalten.

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Jürgen Resch, Vorsitzender der DUH, wünscht sich ein Tempolimit und Diesel-Fahrverbote.

(Bild: DUH)

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Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt führt zum Mittwoch (1. Juli 2020) eine nahezu flächendeckende Tempo-30-Zone ein und will so die Luftqualität weiter verbessern. Das sei ohne Tempo 30 einfach nicht möglich, sagte die Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) gegenüber dpa. Sie selbst sei ohnehin ein „Fan von Tempo 30”, weil das auch Fußgängern und Radfahrern mehr Sicherheit bringe.

Die Tempo-30-Zone wird sich ab Juli bis auf ganz wenige Ausnahmen über die gesamte Alt- und Neustadt erstrecken und umfasst auch die vielbefahrende Rheinschiene. Ursprünglich hatte Mainz geplant, ein zonales Diesel-Fahrverbot für bestimmte Fahrzeuge zum Juli einzuführen. Das war wegen der Corona-Krise erst von Anfang Juli auf Anfang Oktober verschoben worden, nun soll es zunächst gar nicht kommen.

Der Deutschen Umwelthilfe (DUH) genügt das nicht. Sie hat die Stadt wegen überschrittener Stickoxid-Grenzwerte verklagt. DUH-Chef Jürgen Resch sagte dpa. auch die Umwelthilfe sei seit Jahren für die „Regelgeschwindigkeit 30” in Städten. Doch es reiche nicht aus, um die Stickoxid-Grenzwerte in Mainz dauerhaft einzuhalten.

(fpi)