Marktforscher: Europäischer PC-Markt wächst trotz Halbleiter-Engpass

Trotz der mit dem Chipmangel verbundenen Problem hat der PC-Markt in Westeuropa im jüngsten Quartal kräftig angezogen – im Jahresvergleich um fast 50 Prozent.

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(Bild: Chim/Shutterstock.com)

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  • dpa

Der PC-Markt in Westeuropa ist im vergangenen Quartal ungeachtet der allgemeinen Halbleiter-Knappheit deutlich gewachsen. Nach Berechnungen des Marktforschungsunternehmens Canalys stiegen die Verkäufe im Jahresvergleich um 48 Prozent auf 16,1 Millionen Notebooks und Desktop-Rechner.

An die Spitzenposition setzte sich im ersten Quartal demnach knapp HP mit 4,1 Millionen Geräten und einem Marktanteil von 26 Prozent, wie Canalys am Dienstag mitteilte. Weltmarktführer Lenovo, zu dem unter anderem auch die Marke Medion gehört, folgte mit 4 Millionen verkauften Computern. Dell folgt mit einem Marktanteil von 14 Prozent und Apple mit 10 Prozent.

Die Halbleiter-Knappheit wurde unter anderem von der sprunghaft gestiegenen Nachfrage nach Laptops und anderer Elektronik in der Corona-Pandemie sowie Vorratskäufen des chinesischen Huawei-Konzerns angesichts von US-Sanktionen ausgelöst. Unter anderem Autohersteller wurden schwer getroffen und mussten zum Teil die Produktion aussetzen. Sie hatte ihre Bestellungen in der Pandemie verringert und die Rückkehr zum Vorkrisenniveau ist schwieriger als erwartet. Experten rechnen damit, dass die Engpässe noch mindestens bis ins kommende Jahr andauern werden.

(mho)