Matrix steht als Messenger für Soldaten und zivile BW-Angehörige zur Verfügung

Soldaten und zivile Angehörige können ab sofort den BwMessenger auf Basis von Matrix nutzen. Bisher gibt es 50.000 Zugänge, mehr sollen folgen.

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Von
  • Eva-Maria Weiß

Der BwMessenger auf Basis von Matrix ist für Soldaten und zivile Angehörige nun für iOS und Android in den jeweiligen Stores verfügbar. Er darf auf dienstlichen und privaten Endgeräten genutzt werden. Geplant und getestet wurde der Wechsel bereits seit einer Weile. Bisher ist die Zahl der Nutzer jedoch auf 50.000 beschränkt. Das soll jedoch schrittweise erweitert werden.

Der neue Bundeswehr-Messenger soll in den kommenden Wochen zudem auch für als Desktop-Version erscheinen. Bis dahin ist die Übertragung von Informationen bis zur Schutzklasse VS-NfD (Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch) möglich. Während der Pilotbetrieb für die Bundeswehr gestartet ist, ist auch die ressortübergreifende Kommunikation in der Planung: "über standardisierte Schnittstellen zu anderen sicheren Chat-Diensten der Bundesverwaltung", heißt es in der Pressemitteilung.

Die Open-Source-Lösung ist Ende-zu-Ende-verschlüsselt und wird auf einer eigenen Infrastruktur der Bundeswehr betrieben. "Neben den Vorteilen, die uns die Lösung unter anderem in puncto Sicherheit, Skalierbarkeit und Entwicklung bietet, leistet sie auch einen Beitrag zur digitalen Souveranität der Bundeswehr", sagt Martin Kaloudis, Chief Executive Officer der BWI.

Der BwMessenger löst Stashcats BwChat ab. Seit Dezember wird an der Umsetzung gearbeitet. Um während der Corona-Pandemie die Kommunikation zu erleichtern, wurde bereits im April die Zahl der Testkonten auf 30.000 erhöht. Auch die Anwendung des proprietären Bw-Chat-Dienst ist seither noch vorrübergehend ausgeweitet worden. Als schnell verfügbare, kommerzielle Kommunikationsplattform habe er sich bewährt, Ziel sei aber eine "einheitliche und vor allem sichere Lösung mit einem durchgängigen Bedienkonzept über alle Messernger-Varianten und Endgeräte hinweg zu bieten", sagt Bernward Müser, Referatsleiter CIT II 3 im Bundesverteidigungsministerium.

(emw)