Matrixcode: Post führt neue Briefmarken ein

Briefmarken können durch einen visuellen Code grob nachverfolgt werden. Für Sammler möglicherweise attraktiv: Jede einzelne Marke ist künftig ein Unikat.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 277 Beiträge

Die erste Briefmarke der neuen Generation.

(Bild: Deutsche Post)

Von
  • Andreas Wilkens

Ab dem 4. Februar gibt die Deutsche Post eine neue Generation Briefmarken heraus. Die neuen Postwertzeichen weisen neben dem herkömmlichen Motiv einen so genannten Matrixcode auf, der einem QR-Code ähnelt.

Matrixcodes im Bereich der Frankierung selbst sind nicht neu, sie werden von Geschäftskundenpost genutzt, auch die nur online erhältliche "Internetmarke" oder Frankiermaschinen haben einen solchen Code. Neu ist, dass nun auch herkömmliche Briefmarken durch einen Matrixcode ergänzt werden.

Den Matrixcode können Post-Kund:innen mit der seit November 2020 erhältlichen Smartphone-App "Post & DHL" scannen, über die auch die "mobile Briefmarke" erhältlich ist. Mit der App können sie nachvollziehen, wann ihr Brief im Briefzentrum in der Abgangsregion bearbeitet wurde und wann er in der Zielregion angekommen ist. Abgerufen werden können auch zusätzliche Informationen zur Briefmarke, beispielsweise zum Motiv, zur Geschichte oder zu den Bildquellen.

Briefe, die mit einer Matrixcode-Briefmarke frankiert sind, werden digital entwertet und auch weiterhin in den Briefzentren gestempelt. Die Stempelfarbe ist nun blau statt schwarz, damit der Matrixcode scannbar bleibt.

(Quelle: Deutsche Post)

Anders als beim Paketversand wird ein Brief nicht noch einmal erfasst, wenn er zugestellt wird. Wer dafür einen Nachweis benötigt, muss einen Brief weiterhin als "Einschreiben" aufgeben, teilt die Deutsche Post mit. .

Das Motiv der ersten Marke mit Matrixcode thematisiert die Digitalisierung im Postbereich und trägt daher den Namen "Digitaler Wandel". Im Laufe dieses Jahres sollen weitere Briefmarken mit einem solchen Code folgen. Ab 2022 planen das Bundesministerium der Finanzen und die Deutsche Post, alle Marken mit einem Matrixcode auszustatten. Diese Marken sollen eine größere Motivfläche als die bisherigen haben und mehr Raum für kreative Gestaltung bieten.

Den Code sieht die Post als eine Bereicherung für Briefmarkensammler, denn er mache jede Marke zu einem Unikat. Die Frankierung mit Matrixcode sei außerdem fälschungssicher und gewährleiste, dass Postwertzeichen nicht mehrfach verwendet werden können. Die Fälschung und Wiederverwendung von Postwertzeichen sei nämlich ein massiv wachsendes Problem für Postgesellschaften. Die Post plant auch, anhand des Matrixcodes betriebliche Unregelmäßigkeiten wie Laufzeitverzögerungen schneller zu erkennen und zu beheben.

(anw)