MeToo-Bewegung: Ubisoft beurlaubt zwei Manager

Ubisoft hat zwei Manager wegen Vorwürfen des sexuellen Fehlverhaltens beurlaubt. Die Anschuldigungen werden untersucht, teilte der französische Publisher mit.

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(Bild: Ubisoft)

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Wegen des Vorwurfs sexuellen Fehlverhaltens hat Ubisoft zwei leitende Angestellte beurlaubt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Neben den beiden Führungskräften seien weitere Angestellte suspendiert worden.

In einem Statement schreibt Ubisoft, man habe Untersuchungen gegen die beschuldigten Mitarbeiter eingeleitet. Dabei sollen laut dem französischen Spiele-Publisher externe Berater helfen. Während die Untersuchungen andauern, will Ubisoft sich zu den Vorwürfen allerdings nicht näher äußern.

Bloomberg berichtet von einer internen Mail, in denen Ubisoft-Mitarbeiter dazu aufgefordert werden, ihre Erfahrungen mit dem Unternehmen zu teilen. Viele Mitarbeiter seien von den Maßnahmen aber nicht überzeugt, schreibt die Nachrichtenagentur weiter. Viele Vorwürfe seien der Personalabteilung schon lange bekannt gewesen. Jedem nun beurlaubten Ubisoft-Mitarbeiter soll in mindestens drei Fällen Fehlverhalten angelastet worden sein.

In der vergangenen Woche ist die MeToo-Bewegung verstärkt in der Spielebranche angekommen. Zahlreiche aktuelle und frühere Angestellte haben sich auf Twitter mit Vorwürfen und Erfahrungsberichten zu Wort gemeldet. Andere Unternehmen aus der Spielebranche haben sich als Reaktion ebenfalls zu strengeren Maßnahmen gegen sexuelles Fehlverhalten entschlossen.

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Dazu gehört unter anderem die Streaming-Plattform Twitch: Einige Streamer seien bereits gebannt worden, andere Fälle würden derzeit noch untersucht, schreibt die Amazon-Tochter in einem Blog-Eintrag. Für die Zukunft will Twitch außerdem zusätzliche Tools anbieten, mit denen "Belästigung und Hass" besser bekämpft werden können.

(dahe)