Mehr Frauen in der IT: Bündnis will Pflichtfach Informatik

#SheTransformsIT fordert in einem Zehn-Punkte-Plan mehr weiblichen Einfluss in der Digitalisierung – mittels gendersensibler Sprache und Pflichtfach Informatik.

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(Bild: Gorodenkoff/Shutterstock.com)

Von
  • Marie-Claire Koch

Das Bündnis #SheTransformsIT fordert mehr Frauen in digitalen Berufen und will dafür unter anderem gendersensible Sprache und Informatik als Pflichtfach durchsetzen. Die über 50 Vertreterinnen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft verfolgen dabei einen 10-Punkte-Plan mit verschiedenen Maßnahmen. Einer Studie zufolge liege der Frauenanteil in den Bereichen Informationstechnologie und Telekommunikation (ITK) bei 17 Prozent, das solle sich ändern. Unternehmen wie Vodafone, die Deutsche Bahn, SAP, die Deutsche Post und Bosch unterstützen das Vorhaben.

Der Plan sieht im Rahmen der digitalen Förderung von Kindern die flächendeckende Einführung von Informatik als Pflichtfach vor – mit den erforderlichen Zusatzqualifikationen für Lehrkräfte und Erzieher. Weiter will das Bündnis mehr Frauen an Universitäten fördern. Gefordert werden auch deutschlandweite Richtlinien für gendersensible Sprache sowie Rollenvorbilder zur Vermeidung von Genderstereotypen. Auch außerschulische Maßnahmen sollen Mädchen mehr Chancen in der Digitalisierung einräumen.

Laut dem Bündnis fehlen Möglichkeiten, Frauen in Digitaljobs zu bringen und dort auch zu halten. Als weiteres Problem hat SheTransformsIT ausgemacht, dass moderne Arbeitsplätze und Betreuungsplätze für Kleinkinder fehlen. Die Sensibilität für Chancengerechtigkeit soll auch durch die Ministerien in allen Bereichen verankert werden. Explizit wendet sich die Initiative hierbei auch an die Bildungsministerien, da diese die entscheidenden Maßnahmen für die schulische Bildung treffen.

Gegründet wurde der Zusammenschluss im Herbst 2020 beim Digitalgipfel der Bundesregierung. Zu den ersten Unterzeichnerinnen der Initiative gehören Dorothee Bär, Anke Domscheit-Berg, Iris Plöger und Saskia Esken.

(mack)