Merkel: Transparenz fördert den Fortschritt beim Klimaschutz

Laut Kanzlerin Merkel ist "aktiver Klimaschutz auch ein Wettbewerbsvorteil", da Investoren und Kunden diesen mittlerweile auch wünschen.

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(Bild: Piyaset/Shutterstock.com)

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  • dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für mehr Transparenz verschiedener Akteure beim Klimaschutz ausgesprochen. "Transparenz fördert Fortschritt beim Klima- und Umweltschutz", sagte Merkel am Dienstag per Video bei einer Veranstaltung der Organisation Carbon Disclosure Project, die regelmäßig Analysen der Klimaschutzbemühungen von Unternehmen veröffentlicht. Es sei zu begrüßen, wenn Unternehmen, Organisationen und Kommunen ihre Klimaziele offenlegten.

"Sie haben erkannt, dass aktiver Klimaschutz auch ein Wettbewerbsvorteil ist", sagte die Kanzlerin. Immer mehr Investoren und Kunden würden dies heute auch erwarten. Außerdem werde sich Klimaschutz langfristig auch kostenmäßig bezahlt machen.

Laut jüngsten Analysen bleiben sowohl viele Vertragsstaaten als auch europäische Unternehmen mit ihren derzeitigen Klimaplänen weit hinter den Zielen des Pariser Abkommens zurück. In dem Klimaabkommen verpflichten sich zwar fast alle Staaten der Welt, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad – besser 1,5 Grad – im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Doch was das für jedes einzelne Land bedeutet, sagt der Vertrag nicht. Das darf jede Regierung selbst festlegen. Das Pariser Abkommen sieht vor, dass jedes Land seine Pläne alle paar Jahre nach oben hin anpasst.

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Eine Berechnung der Vereinten Nationen aufgrund der bisher vorliegenden Klimaziele ist niederschmetternd: Es würde sich dadurch nur eine Verringerung des schädlichen CO2-Ausstoßes von einem Prozent bis 2030 im Vergleich zu 2010 ergeben. Nach Berechnungen des Weltklimarats wären für das 1,5-Grad-Ziel aber 45 Prozent und für das 2-Grad-Ziel 25 Prozent weniger Emissionen nötig. Etliche Staaten haben noch gar keine aktualisierten Klimapläne vorgelegt.

Auch bei Unternehmen reichen die Anstrengungen bis lang bei weitem nicht aus: Laut einer Analyse des Carbon Disclosure Projects würden europäische Unternehmen mit ihren derzeitigen Plänen bis zum Ende des Jahrhunderts auf 2,7 Grad Erderwärmung zusteuern.

(kbe)