Messaging-Dienst Slack: Videocalls und automatische Workflows

Die Messaging-App Slack unterstützt in den Huddles jetzt Videokommunikation und rückt so näher am MS Teams und Zoom. Außerdem automatisiert sie Routineaufgaben.

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In den Huddles von Slack kann man nicht mehr nur telefonieren, sondern nun auch über Video kommunizieren.

Von
  • André Kramer

Mit einem Funktionsupdate für den Instant-Messaging-Dienst Slack will der Softwareanbieter Salesfore zu Microsoft Teams und Zoom schließen. Erstmals unterstützt Slack nämlich Videokommunikation. Außerdem: Slack Canvas verspricht einen neuen Weg, um Ideen gemeinsam mit Mitarbeitern zu erfassen, zu organisieren und zu teilen. Das soll helfen, aus dem Homeoffice oder sogar weltweit zu kommunizieren.

Sogenannte Huddles, schnell eingerichteten Meetings, sollen vor allem zufällige Gespräche auf dem Flur simulieren, die im Homeoffice nicht stattfinden. Ein Huddle ist nach Angaben von Slack im Durchschnitt etwa zehn Minuten lang. Der typische Ablauf: Statt ein dreißigminütiges Meeting zu planen, wartet man darauf, dass der gesuchte Kontakt sich über ein grünes Statuslicht verfügbar zeigt, und ruft kurz durch.

Bisher unterstützte Slack nur Audio. Ab sofort erlauben Huddles auch Videokommunikation sowie außerdem doppelte Bildschirmfreigabe. So können zwei Anwälte Dokumente vergleichen oder Programmierer zusammen coden. Möglich sind auch Reaktionen in Form von Emojis. Textchats organisiert die App nun in Form von Threads, in denen man auf vorherige Nachrichten antworten kann.

Huddles unterstützen jetzt Reaktionen in Form von Emojis.

Das „Digital HQ“, sprich die digitale Hauptniederlassung, hat eine Ergänzung namens „Slack Canvas“ erhalten. Dort lassen sich virtuelle Leinwände (Canvas) teilen, die Kontakte, Workflows, Video, Audio, Bilder, Links zu Kanälen und Profilen in Slack oder Dokumente enthalten können. Slack Canvas importiert auf Wunsch Daten aus den Salesforce-Anwendungen Tableau, Sales Cloud, Marketing Cloud und Service Cloud sowie aus Google-Docs-Anwendungen, Jira und Figma.

Die einzelnen Elemente sind so organisiert, dass man sie Stück für Stück abarbeiten kann, beispielsweise um alle Schritte des Onboarding zusammenzufassen: eine Telefonnummer registrieren, ein Begrüßungsvideo schauen, wichtige Kontakte abspeichern, einem Teamkanal beitreten.

Über Workflows lassen sich häufig benötigte Abläufe automatisieren, wie alles, was getan werden muss, bevor man in den Urlaub geht, etwa Abwesenheitsnachrichten einrichten das Telefon umleiten. Eine neue Slack-Plattform soll es Entwicklern erleichtern, solche Workflows einzurichten. Aktuell befindet sie sich in einem Open-Beta-Status, der zum Experimentieren animieren soll.

Slack Canvas fasst unterschiedliche Medientypen sowie Kontakte und Workflows zusammen, beispielsweise um den Onboarding-Prozess zu erleichtern.

Slack gehört zum Software-Anbieter Salesforce. Eine kostenlose Slacklizenz speichert den Nachrichtenverlauf 90 Tage und integriert Apps wie Google Drive und Microsoft Office 365. Für 6,75 Euro monatlich speichert Slack den gesamten Nachrichtenverlauf und erlaubt Audio- und Video-Anrufe für Gruppen mit bis zu 50 Team-Mitgliedern. Für größere Angebote, beispielsweise unternehmensweit, gibt es keine exakten Preisangaben.

(akr)