Messenger Signal führt PIN für leichteren Gerätewechsel ein

Über eine neue PIN-Funktion sollen sich Kontakte, Einstellungen und Profildaten eines Signal-Accounts etwa bei einem Gerätewechsel wiederherstellen lassen.

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(Bild: Shutterstock/AlexandraPopova)

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Kryptomessenger Signal führt mit der neuesten Version seiner App die Möglichkeit ein, eine PIN zu vergeben. Diese wird dem verwendeten Account zugeordnet und soll zur Wiederherstellung von Daten dienen, wenn zum Beispiel das Smartphone abhanden gekommen ist oder man das Gerät wechselt. Dafür wird eine über die PIN verschlüsselte Sicherung von Profildaten, Einstellungen und lokalen Kontakten auf Signals Servern hinterlegt. Chatnachrichten bleiben dabei aber außen vor.

Die PIN muss mindestens vierstellig ausfallen und kann auf Wunsch auch alphanumerisch sein. Die Entwickler betonen, dass sie keine Möglichkeit haben, die PIN bei Verlust wiederherzustellen oder zurückzusetzen. Allerdings könne auch eine neue PIN vergeben werden, wenn man die alte vergessen hat. Damit die PIN nicht in Vergessenheit gerät, soll sie bei Nutzung des Dienstes in bestimmten Intervallen abgefragt werden, die sich im Laufe der Zeit immer weiter ausdehnen.

Wer auf dem Startscreen keine Aufforderung zur PIN-Vergabe findet, kann die Funktion auch über "Einstellungen", "Datenschutz" und dann "Erstelle eine PIN" aufrufen. Ebenfalls kann dort eine Registrierungssperre eingerichtet werden: Diese macht die PIN-Eingabe als zusätzliches Sicherheitsmerkmal erforderlich, sobald ein Nutzer seine Telefonnummer erneut bei Signal registriert. Eine permanente Sperre ist das aber nicht: Ab einer sieben Tage währenden Inaktivität des Accounts soll sie wieder aufgehoben werden. Weitere Details führt das Support-Dokument aus

Bislang verwendet Signal wie viele andere Messenger auch die Mobilfunknummer als Nutzer-ID – was Kritiker als Manko für die Anonymität sehen. Die PIN-Funktion soll ein erster Schritt sein, andere Wege einzuschlagen, die nicht mehr ausschließlich auf die Rufnummer setzen, heißt es im Blogeintrag der Entwickler. Was das konkret bedeutet, blieb noch offen.

(axk)