Messenger Telegram: Ohne SIM registrieren und mehr automatisches Löschen

Bei Telegram kann man sich nun mittels einer virtuellen Telefonnummer registrieren – das kostet aber Geld, viel Geld, wenn man möchte.

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Telegram-Icon auf Smartphone-Bildschirm

(Bild: Justlight/Shutterstock.com)

Bisher musste man zum Einrichten eines Telegram-Accounts eine SIM-Karte nutzen. Daraufhin war es bereits möglich, seine Nummer zu verbergen. Nun braucht es keine SIM mehr. Zum Einrichten eines Kontos reicht eine auf der TON-Blockchain-basierende anonyme Nummer, die auf der Fragment-Plattform verfügbar ist. Das heißt, man kauft sich dort eine virtuelle Nummer.

Folgt man dem Link im Blogbeitrag von Telegram, landet man direkt auf den verfügbaren Nummern: Sie alle starten mit dem Präfix +888. Während man sich manche Zahlenfolgen günstig erkaufen kann, werden andere versteigert. Darunter ganz oben in der Verkaufsliste eine Nummer, die nur aus 8en besteht. Minimum Gebot: 34.729 Toncoins, umgerechnet etwa 63.000 US-Dollar. Telegram beschreibt die Möglichkeit als "eine neue Zeit der Privatsphäre". Sicherlich ist es auch der Versuch, Geld zu verdienen.

(Bild: Screenshot Fragment.com)

Laut "The Verge" hat Telegram beim Registrieren auf Android-Geräten die Ländervorwahl-Liste um "Anonyme Nummer" ergänzt, bei iOS kann man den Ländercode 888 manuell eintragen. Apple soll bereits zuvor neue Funktionen des Messengers nur sehr langsam veröffentlicht haben. Telegram-CEO Pavel Durov hatte öffentlich Kritik geübt.

Sich selbst zerstörende Nachrichten gibt es bei Telegram, wie auch anderen Messengern, schon eine Weile. Nun bringt die neuste Version des Messengers einen globalen Timer mit, der alle Nachrichten in Chats automatisch löscht. Wählt man den Timer aus, werden alle Nachrichten nach einem Monat, einer Woche oder einem Tag entfernt. Eine andere Auswahl für den Löschzeitpunkt gibt es nicht. In kleinen, privaten Gruppen ist es zudem allem Mitgliedern mit Rechten zur Gruppen-Bild und Namens-Änderung möglich, den Timer zu aktivieren.

Große Gruppen können ab 100 Teilnehmern bereits in Themenseiten organisiert werden. Solche, die Themen einsetzen, werden zweispaltig angezeigt. Unter dem Namen "Allgemein" gibt es in Gruppen ein Standardthema, darin enthalten sind alte Nachrichten und Dienstnachrichten, es lässt sich umbenennen. Gruppen mit mehr als 200 Mitgliedern können einen neuen "Agressiv-Mode" aktivieren, ein Filter, der Spam blockieren soll.

(emw)