Messenger: Threema unterstützt nun auch Videotelefonate

Threema zieht der Konkurrenz nach, Nutzer können jetzt auch per Video miteinander telefonieren. Auf den hohen Datenschutz müssen sie dabei nicht verzichten.

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(Bild: Threema)

Von
  • Martin Holland

Der Messenger Threema unterstützt nun auch – Ende-zu-Ende verschlüsselte – Videotelefonate. Nach einem Betatest wurde die Funktion nun für die iOS- und Android-App freigeschaltet und landet mit dem Update vom heutigen Montag auf dem Smartphone. Die Macher versprechen, dass die Videoanrufe "von Grund auf voll und ganz auf Sicherheit und Datenschutz ausgelegt". So seien nicht nur die Inhalte verschlüsselt, auch alle Metadaten seien auf diese Weise gesichert. Dafür seien extra Verbesserungen an der Basistechnik WebRTC vorgenommen worden, die deren Entwicklern zugute kommen würden.

In einem Blogeintrag stellen die Entwickler die neue Funktion vor. Die wird genauso angestoßen, wie ein gewöhnlicher Anruf über die App, nur dass dann noch die Kamera aktiviert werden muss. Der oder die Gegenüber muss dann aber nicht ebenfalls die Kamera aktivieren, es sind auch Einweg-Videoanrufe möglich. Wer überhaupt keine Videoanrufe führen möchte, kann die Funktion in den Einstellungen auch komplett deaktivieren. Technische Einzelheiten zu den Sicherheitsaspekten haben die Entwickler in ihrem Whitepaper zur Verschlüsselung von Threema ergänzt.

Threema ist anders als die Konkurrenten nicht kostenlos, den Messenger gibt es im Play Store, für iOS und direkt bei Threema für jeweils 4 Euro. Nach Angabe der Entwickler handelt es sich um den meistverkauften sicheren Messenger der Welt, besondere Aufmerksamkeit hatte er im Zuge der WhatsApp-Übernahme durch Facebook erhalten. Zentrales Versprechen der Anbieter ist ein hohes Maß an Datenschutz und die geringstmögliche Datenspur. Im Frühjahr 2019 hatten Sicherheitsforscher die damals aktuelle Version untersucht und keine kritischen Sicherheitslücken gefunden. Kleinere Lücken hatten die Entwickler gestopft.

(mho)