Unbekanntes Metaverse: 70 Prozent der Deutschen wissen kaum etwas darüber

Was steckt hinter dem Metaverse und wofür kann man es verwenden? Nur jeder Vierte in Deutschland meint dies zu wissen.

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(Bild: PopTika/Shutterstock.com)

Eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmen Civey im Auftrag von Teamviewer hat ergeben, dass rund 69 Prozent der Befragten in Deutschland nur wenig darüber wissen, was das Metaverse überhaupt ist. Ihre Kenntnisse darüber schätzen sie selbst als "weniger gut" oder "gar nicht gut ein". Lediglich 25,5 Prozent halten ihren Kenntnisstand für "sehr gut" oder "eher gut", geht aus der Studie zum "Industrial Metaverse" hervor.

Besonders jüngere Menschen sehen sich besser informiert als ältere. Während in der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen noch jeder Dritte sein Wissen als "sehr gut" oder "eher gut" einschätzt, ist es bei den 40- bis 49-Jährigen lediglich jeder Vierte. In der Altersgruppe zwischen 50 und 64 Jahren schätzt nur jeder Fünfte sein Wissen über das Metaverse als hoch ein. Bei den über 65-Jährigen sind es nur noch 16 Prozent.

Unterschiede beim Informationsstand gibt es auch bei den unterschiedlichen Berufsgruppen. Arbeiterinnen und Arbeiter sehen sich zu 30,6 Prozent "sehr gut" oder "eher gut" informiert. Bei den leitenden Angestellten sind es 29,5 Prozent, bei Angestellten 22,3 Prozent. Beamte bewerten ihren Kenntnisstand zu 21,7 Prozent als mindestens gut. Dies zeige, dass "sich das Wissen über das Metaverse noch im Anfangsstadium befindet", schreiben die Analysten.

Bei den Anwendungen des Metaverse sehen die Befragten den Bereich Gaming und Videospiele mit 39,8 Prozent ganz vorn. 32 Prozent sehen als Anwendung allgemein Unterhaltung. 27,7 Prozent schätzen den Einfluss des Metaverse auf die Industrie als hoch ein, 15,8 Prozent sehen als wichtige Anwendung virtuelle Geschäftstreffen. Private Treffen im virtuellen Raum sehen 22 Prozent. 20,7 Prozent halten das Metaverse für digitale Güter und NFTs für bedeutsam.

Im Bereich der industriellen Anwendungen stehen Kollaboration im virtuellen Raum mit 42 Prozent sowie Schulungen und Onboarding von Mitarbeitern mit 38,5 Prozent ganz oben. Erst danach folgen die Zusammenstellung von Waren für Bestellungen (20 Prozent), Montage und Reparatur von Produkten und Maschinen (17,9 Prozent) und Qualitätskontrolle (15,2 Prozent).

"Die Studie zeigt, dass es den meisten noch an Vorstellungskraft fehlt, wie Metaverse-Technologien im industriellen Kontext eingesetzt werden können. Dabei gibt es schon heute zahlreiche Industrieunternehmen, die AR- und MR-Lösungen nutzen", sagt Hendrik Witt, Chief Product Officer von Teamviewer. Teamviewer selbst hält bereits Softwarelösungen für Augmented Reality und Mixed Reality parat, wie etwa TeamViewer Frontline. Mit ihr können auf Datenbrillen Arbeitsabläufe und Hologramme in das Sichtfeld von Industriearbeiterinnen und -arbeitern eingeblendet werden.

Für die Studie wurden 2500 Menschen, denen den Begriff Metaverse bekannt ist, repräsentativ befragt. Abgefragt wurden der Kenntnisstand zum Metaverse, mögliche Einsatzbereiche und Anwendungen sowie mögliche Auswirkungen auf die Industrie. Zusätzlich wurden persönliche Erfahrungen mit AR und MR abgefragt.

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(olb)