Microservices: Kong Gateway 2.4 öffnet sich für JavaScript

Neben dem Toolset zum Erstellen von Plug-ins mit JavaScript bietet das Release einen flexibleren Umgang mit Versionen im hybriden Modus.

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(Bild: Shutterstock)

Von
  • Rainald Menge-Sonnentag

Das Unternehmen Kong hat Version 2.4 des gleichnamigen Microservices-Gateway veröffentlicht. Das Release gibt sich flexibler bei den Versionsvorgaben im Hybrid Mode, der die Kontroll- von der Datenschicht trennt. Außerdem können Entwicklerinnen und Entwickler nun Plug-ins in JavaScript erstellen und die Log-Datei individuell formatieren.

Nachdem bereits Version 2.3 einige Ergänzungen bei den Plug-ins mitgebracht hat, öffnet sich das Gateway im aktuellen Release für die Entwicklung mit JavaScript und nutzt dafür eine Node.js-Runtime. Das Library kong-js-pdk bietet einen Plug-in-Server für den Zugriff auf die Funktionen des Gateways über das Kong-PDK (Plugin Development Kit), das im Kern auf in Lua geschriebene Erweiterungen ausgelegt ist.

Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, die Log-Dateien von Kong individuell zu transformieren. Auf die Weise können Entwicklerinnen und Entwickler sie direkt in ein Format umwandeln, das kompatibel zu den Systemen ist, die sie zum Auswerten beziehungsweise Verwalten der Logs verwenden. Dabei können sie Felder entfernen und neue beispielsweise mit eindeutigen IDs oder Zeitstempeln hinzufügen.

Sie können die Feldinhalte dynamisch mit Lua-Code anpassen. Die Transformation arbeitet mit den Plus-ins file-log, Loggly, Syslog, tcp-log, udp-log und http-log zusammen und nutzt das in Version 2.3 eingeführte Sanboxing für Lua-Code.

Anfang 2020 hat Kong in der jüngsten Hauptversion 2.0 den Hybrid Mode eingeführt, der die Kontroll- von der Datenschicht (Control Plane, CP, und Data Plane, DP) trennt. Erstere verwaltet die Daten und verteilt die Konfiguration an die Data-Plane-Instanzen. Für den hybriden Einsatz kann die Control Plane beispielsweise in der privaten Cloud des Unternehmens liegen, während die Data-Plane-Instanzen auf private und öffentliche Cloud sowie das Rechenzentrum verteilt sind.

Bisher galten für das Zusammenspiel sehr strenge Vorgaben bezüglich der Versionen. Mit dem aktuellen Release gelten flexiblere Richtlinien. Die Datenschicht kann nun auf eine Kontrollschicht zugreifen, die maximal zwei Punktreleases voraus ist. Der Zugriff ist weiterhin nicht möglich, wenn die beiden Varianten eine unterschiedliche Hauptversion haben oder in der Data Plane eine neuere Version als in der Control Plane installiert ist.

Kong verbindet ein Open-Source-API-Gateway mit einem Load Balancer. Das Gateway hat italienische Wurzeln und entstand ursprünglich 2009 in Mailand. Bis zur Umbenennung 2017 hieß das dahinter stehende Unternehmen Mashape, und die Software Kong ist seit 2015 ein Open-Source-Projekt.

Neben der mit dem Namenszusatz (OSS) gekennzeichneten Open-Source-Variante existiert ein Enterprise-Produkt, das zusätzliche Funktionen unter anderem zur Administration, für Security und Hochverfügbarkeit bietet. Außerdem enthält die Enterprise-Variante mit Kong Studio eine angepasste Version von Insomnia zum Erstellen, Testen und Veröffentlichen von REST- und GraphQL-basierten Schnittstellen.

Weitere Neuerungen in Kong Gateway (OSS) 2.4 lassen sich dem Kong-Blog entnehmen. Die Enterprise-Variante erscheint üblicherweise kurz nach der Open-Source-Version.

(rme)