Microservices: Kong Gateway 2.5 bringt ein Testing-Framework mit

Das Framework testet die Performance des Gateways inklusive der eingebundenen Plug-ins und zeigt Engpässe auf.

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(Bild: Shutterstock)

Von
  • Rainald Menge-Sonnentag

Das Unternehmen Kong hat Version 2.5 des gleichnamigen Microservices-Gateway veröffentlicht. Zu den Neuerungen gehört ein Framework zum Testen der Performance und Aufspüren von Engpässen. Außerdem bringt der Hybridmodus einige Erweiterungen mit, die vor allem die Observability verbessern sollen.

Das neu eingeführte Performance-Testing-Framework, das als Extension der Integratrions-Test-Suite von Kong umgesetzt ist, gibt Einblick in die Performance des Gateways und den installierten Plug-ins. Es zeigt die Requests per Second (RPS) und die Latenzen beim Ausführen der jeweiligen Anfragen an. Der RPS-Wert soll unter anderem beim Einschätzen der benötigten Hardwareanforderungen beziehungsweise Cloud-Ressourcen helfen. Außerdem kann das Testtool Graphen ausgeben, um Performance-Engpässe zu visualisieren.

Das Framework bietet drei unterschiedliche Treiber zum Durchführen von Tests: local nutzt die lokale Umgebung und benötigt die Lua-Anbindung von Kong, docker lässt sich einfach in einem Docker-Container umsetzen, während terraform auf das Zusammenspiel mit Terraform setzt. Letztere Konfiguration liefert wohl die präzisesten Ergebnisse, weil die ersten beiden von anderen lokalen Anwendungen beziehungsweise der Netzwerkperformance bei der Docker-Anbindung beeinflusst werden.

Den Hybridmodus hatte Kong Anfang 2020 in der jüngsten Hauptversion 2.0 eingeführt. Er trennt die Kontroll- von der Datenschicht (Control Plane, CP, und Data Plane, DP). Erstere verwaltet die Daten und verteilt die Konfiguration an die Data-Plane-Instanzen. Für den hybriden Einsatz kann die Control Plane beispielsweise in der privaten Cloud des Unternehmens liegen, während die Data-Plane-Instanzen auf private und öffentliche Cloud sowie das Rechenzentrum verteilt sind.

Laut dem Kong-Blog hat sich der Modus inzwischen als das beliebteste Modell zum Betrieb des Gateways etabliert. Mittelfristig sind daher einige Erweiterungen geplant, für die das aktuelle Release die Basis legt. So führt das Gateway nun Upstream-Health-Check-Endpunkte über die Status-API ein, die für eine bessere Observability sorgen sollen. Außerdem hat Kong die Vorgaben zur Kompatibilität zwischen unterschiedlichen Versionen der Kontroll- und Datenschichten gelockert.

Darüber hinaus bringt Kong 2.5 einige Ergänzungen bei den Plug-ins unter anderem für die Anbindung an Prometheus und die HMAC-Authentifizierung (Keyed-Hash Message Authentication Code) mit.

Weitere Details zu Version 2.5 des Open-Source-Gateways lassen sich dem Kong-Blog entnehmen. Die vollständige Liste der Änderungen finden sich im Changelog. Auf der Downloadseite finden sich Installationshinweise für unterschiedliche Betriebssysteme, Plattformen und Cloud-Architekturen. Auf GitHub finden sich zudem Beispielanwendungen für den Einsatz des neuen Performance-Testing-Frameworks.

(rme)