Microsoft Ignite: Das Rechenzentrum extensiv mit der Azure-Cloud verbinden

Fürs Rechenzentrum und die Cloud gab es auf der Ignite einiges zu sehen. Und auch VMware wartete bei Microsoft mit Azure-Updates auf.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 1 Beitrag

(Bild: dpa, Patrick Pleul)

Von
  • Dr. Jens-Henrik Söldner

Microsoft hat auf seiner Hausmesse Ignite viele Neuigkeiten für das Rechenzentrum und die Cloud vorgestellt. Neben spezialisierter Hardware gab es die Verbindung von Azure Stack HCI und Kubernetes sowie ein umfangreiches Update der Azure VMware Solution zu sehen.

Drei ungewöhnliche Servervarianten hat Microsoft für Kunden gezeigt, die Daten direkt an ihrem Entstehungsort, also der Edge verarbeiten müssen, bevor diese in die Azure Cloud weitergeleitet werden. Relativ normal kommt noch der Azure Stack Edge Pro with GPU daher: ein 1HE-Server, der ein oder zwei Tensor Core T4 von Nvidia bietet und fürs Rack im Rechenzentrum oder Außenstellen gedacht ist.

Je nach Art der Edge bietet Microsoft drei neue Server: fürs Rack, extra robust oder besonders mobil.

(Bild: Microsoft)

Für den Einsatz unter raueren Bedingungen ist der Azure Stack Edge Pro R vorgesehen, das R steht hier für Ruggedized. Den Server schützt ein spezielles Transportgehäuse, optional umfasst er direkt eine USV. Die dritte Variante ist der Azure Stack Edge Mini R, ein kompaktes und mit einer Batterie betriebenes System für den Rucksack. Es beherbergt eine Intel VPU, um Machine-Learning-Anwendungen zu beschleunigen.

Die hyperkonvergente Infrastruktur Azure Stack HCI erhält in der kommenden Cloud-Version 20H2 eine speziell angepasste Version der Azure Kubernetes Services (AKS). Entwickler und Administratoren sollen so ihre in Container verpackten Windows- und Linux-Anwendungen direkt mit Azure Stack HCI einsetzen können. Ferner sollen Unternehmen ihre AKS-Umgebung einfach umstellen können. Zum Start befindet sich das Feature in einer öffentlichen Preview-Phase.

Was in der VMware-Szene sich noch nicht weit herumgesprochen hat: Auch Microsoft bietet für Unternehmenskunden, die VMware-Anwendungen aus ihrem Rechenzentrum in die Cloud verschieben möchten oder bei Überlast unkompliziert Ressourcen in der Cloud buchen möchten, einen eigenen Dienst an. Diese Azure VMware Solution (AVS) betreibt Microsoft selbst, ist aber von VMware geprüft und freigegeben.

Auf der Ignite stellte Microsoft die nächste Version der AVS vor, die jetzt die neuesten Versionen der VMware Cloud Foundation umfasst – also vSphere, NSX-T, vSAN und HCX – und das direkt in Azure Rechenzentren durch Microsoft betrieben wird. Um Kunden ein Verschieben der Workloads zu erleichtern, unterstützt AVS auch Backup- und Replikationsdienste von Commvault, Veeam und Zerto. Über VMwares HCX Enterprise Edition können Kunden via Replication Assisted vMotion (RAV) virtuelle Maschinen im großen Stil in die das Cloud verlagern oder sie zurück ins Rechenzentrum holen.

Details zu allen Neuigkeiten der Ignite finden Leser auf microsoft.com. Auf seiner Hausmesse hatte der Konzern ebenfalls ein umfangreiches Update seiner Kollaborationsplattform Teams und quasi nebenher ein neues Office-Paket angekündigt, auch seinen Windows Virtual Desktop baut Microsoft für den Einsatz im Homeoffice aus.

(fo)