Microsoft Teams: Erweiterungen und Erleichterungen für Videokonferenzen

Das Kommunikations- und Teamwork-Programm von Microsoft soll demnächst eine ganze Reihe neuer Funktionen erhalten. Die meisten betreffen Video-Meetings.

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Microsoft hat für sein Kommunikations- und Gruppenarbeits-Tool Teams viele neue Funktionen angekündigt. So soll die Anzahl gleichzeitig angezeigter Videoteilnehmer von neun auf nun maximal 49 angehoben werden. Die Größe der Fenster ändert sich künftig dynamisch und stellt so zum Beispiel Neuankömmlinge heraus. Eine weitere Form der Hervorhebung sind farbige Rahmen um das Videofenster des gerade aktiven Sprechers oder bei virtuellen Handhebungen.

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Eine Liste aller Nutzer, die nur per Audio teilnehmen, lässt sich neben den Videofenstern im Blick halten. Neu hinzu kommt in Microsoft Teams auch eine Ansicht, die es dem Nutzer, der seinen Bildschirm teilt, erlaubt, auch sein eigenes Kamerabild einzublenden. Zudem lassen sich die Videofenster beliebiger Teilnehmer neben dem freigegebenen Inhalt anpinnen.

Neu ist auch eine Darstellungsform in Teams, die Microsoft „Together Mode“ nennt: Als Erweiterung der bereits vorhandenen Option, den Nutzer im Videofenster freizustellen und vor einen alternativen Hintergrund zu platzieren lassen sich nun alle Teilnehmer in ein gemeinsames Bild montieren. Zur Auswahl stehen zum Beispiel die Sitze in einem Hörsaal oder der Tresen eines Cafés. Microsoft will in eigenen Studien eine erhöhte Hirnstrom-Aktivität bei Probanden festgestellt haben, die den Together-Mode nutzen. Das Unternehmen schließt daraus, dass mit einer solchen Darstellung die Ermüdung geringer und die Aufmerksamkeit höher ist.

Mehr Interaktivität soll die Einführung von „Reactions“ bringen: Zusätzlich zur Wortmeldung mittels symbolisiertem Handheben gibt es weitere animierte Emojis, mit denen Teilnehmer sich non-verbal äußern dürfen -- etwa mit einem Herzchen als „Like“ oder Beifall klatschenden Händen.

Künftig wird es auch möglich sein, schnelle Umfragen in Teams zu halten, wahlweise mit anonymisierten Ergebnissen. Die Transkribier-Funktion wird ausgebaut. Die automatische Texterkennung blendet das Gesprochene nicht nur als Untertitel am jeweiligen Videofenster ein, sondern lässt sich am Ende des Meetings auch als komplettes Transkript herunterladen. Das klappt jedoch vorerst auf Englisch; weitere Sprachen sollen „bald“ folgen.

Ob die angekündigten Neuerungen in einem einzigen kommenden Teams-Update stecken oder nach und nach eingeführt werden, ist noch nicht klar. Auch zum Zeitpunkt lässt sich Microsoft wie üblich nicht aus.

(swi)