Microsoft gibt November-Update für Windows 10 frei

Microsoft hat zum 16. November 2021 das Funktionsupdate auf Windows 10 November 2021 veröffentlicht und geht damit auf jährliche Funktionsupdates über.

Lesezeit: 5 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 82 Beiträge

(Bild: Anton Watman/Shutterstock.com)

Von
  • Günter Born

Microsoft hat das bereits im Sommer angekündigte Funktionsupdate für Windows 10 herausgebracht. Zum Startzeitpunkt ab 16. November steht Windows 10 November 2021 Update 21H2 aber nur für Benutzer mit ausgewählten Geräten bereit, die bereits mindestens Windows 10 Version 2004 installiert haben.

In den ersten Wochen plant Microsoft, dieses Funktionsupdate nur in gedrosselter Form auf geeignete Maschinen zu verteilen, um die Download-Server nicht zu stark auszulasten. Anwender mit kompatiblen Maschinen, die sofort das Funktionsupdate installieren möchten, haben aber die Möglichkeit, in der Einstellungen-Seite über die Kategorien Update & Sicherheit > Windows Update mittels der Schaltfläche "Nach Updates suchen" eine explizite Update-Suche anzustoßen. Sofern beim betreffenden Gerät keine Kompatibilitätsprobleme bekannt sind, sollte das Upgrade auf die Version 21H2 angeboten werden.

Microsoft weist aber darauf hin, dass Interessierte unter Umständen ein Upgrade auf Windows 11 angedient bekommen, sofern die Maschine für dieses Betriebssystem als geeignet angesehen wird. In allen Fällen soll sich die Installation des Funktionsupdates über eine Option "Herunterladen und Installieren" explizit anstoßen lassen.

Für Maschinen, auf denen bereits mindestens Windows 10 Version 2004 vorinstalliert ist, erfolgt das Upgrade auf die Version 21H2 über ein wenige KByte großes Enablement Update KB5003791 per Windows Update. Auch der in Unternehmensumgebungen gegebenenfalls verwendete Windows Server Update Services (WSUS) sollte das Enablement Update zur Verteilung auf Clients erhalten. Das Enablement Update schaltet die betreffenden Funktionen der Version 21H2 lediglich frei, da alle Maschinen mit Windows 10 Version 2004 oder höher die Änderungen bereits mit den regulären monatlichen Updates, aber in inaktivierter Form, erhalten haben.

Beim Release der Version 21H2 hat Microsoft dann eine lange gehegte Vermutung bestätigt: Die halbjährlichen Funktionsupdates sind Geschichte. Zukünftig soll es nur noch einmal jährlich ein Funktionsupdate für Windows 10 geben. Die Begründung Microsofts lautet, dass die Update-Zyklen auf Windows 11 abgestimmt wurden.

Bei den Supportzeiträumen für die Windows 10 Version 21H2 ändert sich aber nichts. Windows 10 Home und Pro sollen weiterhin nur 18 Monate Support erhalten, wobei die 21H2 aber gemäß dem Release-Health-Dashboard bis zum 23. Juni 2023 Updates erhält. Die Windows 10 Enterprise 21H2 sowie die Education-Variante werden sogar bis zum 11. Juni 2024 mit monatlichen Updates versorgt. Hier ergibt sich eine Diskrepanz zu Windows 11, welches in den Enterprise/Education-Varianten 36 Monate Support erhält.

Spekulationen, dass es bis zum Windows 10-Supportende im Oktober 2025 keine weiteren Funktionsupdates mehr gebe, hat Microsoft aber abgeräumt. Es gibt zwar noch keine entsprechende Insider Preview, aber Microsoft plant die nächste Windows 10-Version für das zweite Halbjahr 2022 freizugeben. Erst im Oktober 2025 endet dann die Unterstützung für Windows 10.

Bei der neuen Windows 10-Version hat Microsoft sich auf die Verbesserung der Produktivität, Verwaltung und Sicherheit konzentriert. Windows 10 21H2 weist daher wenige Neuerungen wie die Unterstützung des WPA3-H2E-Standards für verbesserte WLAN-Sicherheit oder die Unterstützung einer kennwortlosen Anmeldetechnik von Windows Hello for Business auf.

Firmen empfiehlt Microsoft mit der Bereitstellung der neuen Version 21H2 zu beginnen und zu überprüfen, ob Anwendungen, Geräte und Infrastrukturen wie erwartet mit der neuen Version funktionieren. Erwähnt sei an dieser Stelle, dass die Druckprobleme bei Netzwerkdruckern auch für Windows 10 21H2 als bekanntes Problem erwähnt werden.

Wer eine Neuinstallation mittels eines Installationsdatenträgers plant, kann sich das Media Creation Tool MediaCreationTool21H2.exe von Microsoft herunterladen. Mithilfe dieses Tools lässt sich dann das Installationsabbild herunterladen und beispielsweise auf einen USB-Stick übertragen. Mit diesem bootfähigen Medium ist anschließend eine Neuinstallation möglich.

Auf der Microsoft-Download-Seite lassen sich ein Windows 10-Installationsassistent und auch direkt ISO-Dateien mit einem Installationsabbild herunterladen. ISO-Dateien werden aber nur zum Download angeboten, sofern die betreffende Microsoft-Download-Seite nicht von einem Windows-System, sondern etwa von einem iPad oder Smartphone, abgerufen wird. Auf Windows Desktop-Systemen lässt sich aber in vielen Browsern der Entwicklermodus aufrufen. Dann kann als Gerät ein Smartphone oder ein iPad als Gerät im Browser ausgewählt und emuliert werden.

Zudem will Microsoft entsprechende ISO-Dateien im Volume Licensing Service Center und im Portal für Visual Studio Abonnenten als Download bereitstellen. Diese Bereitstellung kann aber einige Stunden in Anspruch nehmen.

(axk)