Microsoft kündigt Support-Ende für den Internet Explorer 11 an

Der Support für den Internet Explorer 11 läuft nach und nach aus. Edge bekommt dafür einen IE-Modus, in dem Legacy-Apps weiter laufen können.

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(Bild: VDB Photos/Shutterstock.com)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Microsoft-365-Dienste unterstützen künftig den Internet Explorer 11 (IE 11) nicht mehr. Start macht die Teams-App, die den Support ab 30. November dieses Jahres einstellt. Alle anderen Microsoft-Dienste folgen am 17. August 2021. Danach ist kein Zugriff mehr möglich – oder aber nur noch eine abgespeckte Nutzung. Microsoft glaubt, Kunden haben mehr davon, wenn sie den neuen Browser Edge nutzen.

In einem Blogbeitrag erläutert Microsoft, dass IE 11 im Jahr 2013 in einer weniger anspruchsvollen Umgebung eingeführt wurde. Das Internet verlange jedoch inzwischen sehr viel mehr Standards, hinsichtlich der Sicherheit aber auch der verfügbaren Funktionen und Nutzungsweisen.

Da einige Unternehmen ihre Geschäftsbereiche aber auf IE 11 aufgebaut haben, sollen diese auch weiterhin nutzbar sein. Legacy-IE-11-Apps laufen dann in einem Internet-Explorer-Mode in Edge. "Statt umständlich manche Anwendungen im alten Browser und andere in Edge öffnen zu müssen, geht das künftig in unterschiedlichen Tabs."

Auch der Microsoft-Edge-Legacy-Browser selbst bekommt ab 9. März kommenden Jahres keine Sicherheitsupdates mehr. Apps und Seiten, die für diese Version entwickelt worden sind, funktionieren weiterhin im neuen Edge. Sollte es doch Probleme geben, bietet Microsoft Hilfe an. Gleich eine ganze Reihe an Seiten, FAQs und Adressen sind dafür eingerichtet worden.

Microsoft verteilt seinen neuen Chromium-basierten Browser Edge mit reichlich Nachdruck. Windows-10-Nutzer bekommen ihn inzwischen automatisch. Wehren kann man sich nicht wirklich. Wer dennoch versucht, den Browser zu deinstallieren und dafür die entsprechenden Schlagworte in eine Suchmaschine eintippt, gelangt fix auf die Microsoft-eigene Support-Seite, auf der es heißt: "Deinstallieren von Microsoft Edge nicht möglich." Benutzer behalten demnach die volle Kontrolle über den Import von persönlichen Daten aus Vorgängerversionen. Allerdings klagten einige Nutzer kürzlich, dass Edge sich Daten anderer Browser kralle, ohne zuvor die Erlaubnis dafür einzuholen. Nur wer das dazugehörige Dialogfenster abschließe, kann die Übertragung verhindern.

(emw)