Microsoft legt Sourcen für GW-BASIC-Interpreter offen

Zu historischen Referenz- und Bildungszwecken hat der Konzern nun seinen 1983 veröffentlichen GW-BASIC-Interpreter als Open Source veröffentlicht.

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(Bild: Radu Bercan/Shutterstock.com)

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Microsoft hat zur Build-Konferenz diese Woche überraschend den BASIC-Interpreter GW-BASIC als Open Source veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine eigene Implementierung der Programmiersprache BASIC, die das Unternehmen 1983 auf den Markt gebracht hatte. Die Open-Source-Legung schlägt in dieselbe Kerbe, die zuvor schon für ältere MS-DOS-Versionen geschlagen wurde. Bei beiden Initiativen geht es schlichtweg darum, diese Software allein zu historischen Referenz- und Bildungszwecken freizugeben. Das bedeutet, dass Pull Requests nicht akzeptiert werden, die den Code in irgendeiner Weise verändern.

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Der GW-BASIC-Interpreter ist in Assembly-Code geschrieben, der dann übersetzt wurde, um damals neue x86-Funktionen nutzen zu können. Vorlage für die Implementierung war IBMs Advanced BASIC/BASICA, das wiederum eine Portierung von Microsoft BASIC war. Von 1983 bis 1991 war der Interpreter Teil von MS-DOS (bis Version 4.02). Seine Nachfolger wurden QBasic und QuickBASIC.

Die GW-BASIC-Sourcen finden sich nun in einem GitHub-Repository, in dem zusätzlich kompilierte Binaries für MS-DOS 1.25 und MS-DOS 2.0 wiederfinden. GW-BASIC steht nun unter MIT License. In der Blog-Ankündigung zur Open-Source-Legung geht Rich Turner, Senior Program Manager für Windows Console & Command-Line, auf die Motivation und die Historie ein.

(ane)