Microsoft steht wieder offiziell hinter Antidiskriminierung von Homosexuellen

Nach zahlreicher Protesten auch aus der eigenen Belegschaft unterstützt Microsoft wieder einen Gesetzesvorschlag zum Schutz von Schwulen und Lesben im US-Bundesstaat Washington.

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Von
  • Manfred Rindl

Zahlreiche Proteste -- darunter auch eine interne Petition, die von mehr als 1500 MS-Mitarbeitern unterzeichnet wurde -- haben den im US-Bundesstaat Washington beheimateten Software-Konzern Microsoft dazu veranlasst, einen Gesetzesvorschlag zum Schutz von Homosexuellen in Washington nun doch offiziell zu unterstützen. CEO Steve Ballmer hatte zuletzt erklärt, sein Unternehmen, das bekannt dafür ist, homosexuelle Mitarbeiter intern vor Diskriminierung zu schützen, nehme in dieser Frage eine "neutrale Position" ein. Daraufhin war spekuliert worden, der Konzern beuge sich dem Druck christlich-religiöser Kreise, die gedroht hatten, Microsoft zu boykottieren, sollte sich das Unternehmen für das "Gay-Rights-Gesetz" einsetzen.

Die Änderung der offiziellen Haltung begründete Ballmer nun damit, dass "die Unterschiedlichkeit am Arbeitsplatz eine derart wichtige Angelegenheit für unser Geschäft ist, dass sie in unseren Firmenstatuten festgeschrieben sein sollte". Zuvor hatte Ballmer argumentiert, das Thema Schutz von Homosexuellen betreffe das unmittelbare Kerngeschäft des Unternehmens nicht, weshalb auch keine Stellungnahme für oder gegen den Gesetzentwurf nötig sei. Mit dem offiziellen Support von Microsoft könnte der am 21. April bei der ersten Abstimmung an nur einer Stimme gescheiterte Gesetzesantrag beim zweiten Anlauf im nächsten Jahr leichter passieren. (mri)