Microsoft stellt Windows Information Protection (WIP) ein

Microsoft will Windows Information Protection einstellen, eine Datenschutz-Komponente für Unternehmen. Admins sollen den Nachfolger Microsoft Purview benutzen.

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(Bild: VDB Photos/Shutterstock.com)

Von
  • Jan Schüßler

Microsoft hat die Windows Information Protection (WIP), früher bekannt als Enterprise Data Protection (EDP), abgekündigt. Bis auf weiteres soll es in supporteten Produkten funktionieren, weiterentwickelt wird es aber nicht mehr und die einen oder anderen Funktionen werden früher oder später wegfallen.

Als Grund für die Einstellung nennt Microsoft den Wunsch der Kundschaft nach Lösungen, die besser für heterogene Umgebungen taugen. Zu diesem Zweck sollen Admins auf Microsofts Purview Data Loss Prevention (DLP) wechseln. In der Abkündigung empfiehlt Microsoft Admins, sich schonmal mit Purview DLP vertraut zu machen, sowie mit dem Purview-Gesamtpaket, dessen Bestandteil DLP ist.

In Microsoft 365 ist Purview ab dem Lizenzmodell Enterprise E3 zum Testen enthalten. Welche Lizenzen für welche Produkte im Produktivbetrieb nötig sind, erklärt Microsoft in einem länglichen Supportdokument.

Microsoft hatte Windows Information Protection im Jahr 2016 mit Windows 10 Version 1607 veröffentlicht. Kurz gesagt erlaubt die Funktion Administratoren, den Informationsfluss auf den verwalteten Rechnern der Beschäftigten zu steuern. So lässt sich zum Beispiel festlegen, dass Dateien nicht auf unbekannte USB-Sticks oder in fremde Cloudspeicher kopiert werden können oder dass Funktionen wie Kopieren und Einfügen bei geschützten Dokumenten ausschließlich innerhalb erlaubter Anwendungen möglich ist (Whitelisting).

(jss)