Spyware: Microsoft und Google unterstützen Facebook gegen die NSO Group

Microsoft hat ein Schreiben veröffentlicht, in dem IT-Konzerne sich auf Facebooks Seite im Verfahren gegen die NSO Group und deren Spyware stellen.

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(Bild: StockStudio/Shutterstock.com)

Von
  • Eva-Maria Weiß

Microsoft, Google, Cisco, die Internet Association und VMWare unterstützen Facebook im Verfahren gegen die NSO Group. Das israelische Unternehmen hatte mittels Malware 1400 WhatsApp-Konten gehackt – von unter anderem Journalisten, Anwälten, Menschenrechtsaktivisten und Regierungsvertretern.

Das Schreiben mit mehreren Unterzeichnern hat Microsoft veröffentlicht. Darin heißt es: "Privatunternehmen wie die NSO Group arbeiten hart daran, Überwachungswerkzeuge zu entwickeln und diese als 'Cyber-Überwachung as a Service' an Regierungen und andere Kunden zu verkaufen." Damit sei es möglich, Unterhaltungen mitzuhören, Textnachrichten und E-Mails zu lesen, Fotos und Kontaktlisten einzusehen sowie die gesamten Daten und Suchverläufe herunterzuladen. In den USA sei das illegal.

Dabei versucht die NSO Group genau damit ein Verfahren abzuwenden. Das Unternehmen erklärte, es müsse Immunität gelten, da Regierungsbehörden die Software kauften und man sie nicht selbst zur Überwachung nutze.

Der Unterstützerkreis von Facebook versucht, seine Produkte vor Cyberkriminellen zu schützen. "Jedes Jahr werden weltweit 120 Milliarden US-Dollar in die Sicherheit investiert", heißt es in dem Schreiben. Weiterhin wird dort erklärt, welche Gefahren sonst drohen – etwa am Beispiel des Ransomware-Angriffs auf eine Bank in der Ukraine 2017, wegen dem auch in den USA und anderen Regionen der Welt Produktionen eingestellt werden mussten. Immunität für ein Privatunternehmen sei nach ihrer Auffassung daher der absolut falsche Weg. Nachahmer versuchten bereits, ähnliche Software herzustellen.

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Ein erstes gerichtliches Verfahren war bereits mit einem Erfolg für Facebook ausgegangen. Allerdings erging ein Versäumnisurteil gegen das sich die NSO Group wehrt. Seither besteht zugleich die Forderung seitens Facebook, den Fall inhaltlich zu entscheiden.

(emw)