Microsofts Cloud-Computing und Xbox beflügeln Umsatz und Gewinn

Der Quartalsumsatz liegt erstmals über 43 Milliarden US-Dollar. Der Reingewinn steigt um 33 Prozent. Beides übertrifft die Erwartungen.

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Microsoft-Logo und -Schriftzug

(Bild: Paolo Bona/Shutterstock.com)

Von
  • Frank Schräer

Microsoft verzeichnet erstmals in einem Quartal einen Umsatz von mehr als 40 Milliarden US-Dollar und einen Nettogewinn von mehr als 15 Milliarden Dollar. Das übertrifft sowohl die eigenen Erwartungen als auch die der Börse. Der bereits gestern auf Rekordhoch liegende Aktienkurs steigt weiter.

Das zweite Quartal des Finanzjahres 2021 Microsofts ist am 31. Dezember 2020 zu Ende gegangen. In den letzten drei Monaten hat Microsoft 43,1 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Das sind 17 Prozent mehr als im zweiten Quartal des vorhergegangenen Microsoft-Finanzjahres 2020. Der Betriebsgewinn ist um 29 Prozent auf 17,9 Milliarden Dollar gestiegen, der Reingewinn sogar um ein Drittel auf 15,5 Milliarden Dollar. Das geht aus den Dienstagabend veröffentlichten Quartalszahlen Microsofts hervor.

Microsoft verzeichnet während der COVID-19-Pandemie starke Zuwächse, da Unternehmen auf Cloud-Computing wie Azure und Cloud-Software-Angebote wie Teams angewiesen sind, um Mitarbeiter im Homeoffice in Verbindung zu halten. Die Verkäufe in den Bereichen Cloud und Personal Computer stellen Microsoft größte Umsatzbrocken, da die Nachfrage nach PCs und Remote Computing bis Ende 2020 angehalten hat.

Entsprechend unterstreicht Microsoft-CEO Satya Nadella sein Cloud-Geschäft mit Azure: "Was wir im letzten Jahr gesehen haben, ist der Beginn einer zweiten Welle der digitalen Transformation, die jedes Unternehmen und jede Branche erfasst." Azure sei die größte und umfassendste Cloud-Plattform der Welt.

Der Konzern berichtet seine Finanzen derzeit in drei Sparten: Productivity and Business Processes, More Personal Computing, und Intelligent Cloud. In allen drei Sparten erbringt Microsoft Online-Dienstleistungen. Letztgenannte Sparte weist mit 23 Prozent das stärkste Umsatzwachstum auf. Darin enthalten ist die Azure-Palette, deren Umsatz in einem Jahr um genau die Hälfte zugelegt hat. Beim Betriebsgewinn konnte Intelligent Cloud 43 Prozent zulegen und hat 6,5 Milliarden Dollar erreicht.

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Drittgrößter Umsatzbringer ist der Bereich Productivity and Business Processes mit 13,4 Milliarden Dollar (plus 13 Prozent). Der Betriebsgewinn ist hier fast ein Fünftel höher ausgefallen (6,2 Milliarden Dollar). Hierin enthalten sind die Microsoft-Angebote Office, LinkedIn und Dynamics.

Den größten Umsatz bei Microsoft bringt die Sparte More Personal Computing dank der Xbox Spielkonsolen. In diesem Bereich stieg der Umsatz um 14,5 Prozent auf 15,1 Milliarden Dollar. Sogar die Geschäfte mit Windows-Lizenzen, Surface-Produkten und dem Suchmaschinengeschäft konnten sich hier leicht positiv entwickeln. Gewinner in dieser Sparte aber sind die Xbox-Inhalte und -Services, deren Umsatz im Jahresvergleich um 40 Prozent angestiegen ist.

Im Oktober hatte Microsoft für das nun berichtete Quartal noch 39,5 bis 40,4 Milliarden Dollar Umsatz erwartet. Analysten hatten mit 40,2 Milliarden Dollar ähnliche Erwartungen. Sie sind mit 43,1 Milliarden deutlich übertroffen worden. Der Aktienkurs von Microsoft lag bereits am Dienstag auf einem Rekordhoch und ist nach Bekanntgabe der Quartalszahlen im nachbörslichen Handel um weitere 3,7 Prozent gestiegen.

Für das laufende dritte Quartal des Finanzjahres 2021 erwartet Nadella 40,4 bis 41,3 Milliarden Dollar Umsatz. Das ist zwar weniger als im jüngsten Quartal, im Jahresabstand wäre dies jedoch ein Zuwachs von 15 bis 18 Prozent.

(fds)