Microsoft Teams: Microsoft will alle benötigten Anwendungen integrieren

Laut Microsoft kommt Teams künftig überall zum Einsatz. Konferenzen erhalten mit der Ignite zwar die meisten Updates, aber auch sonst hagelt es neue Funktionen.

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Wer als Meister der Arbeit ausgezeichnet wird, gibt künftig noch mehr fürs Unternehmen.

(Bild: Microsoft)

Von
  • Moritz Förster

Ein neues Update seiner Kollaborationsplattform Teams hat Microsoft im Rahmen seiner Hausmesse Ignite vorgestellt. Viele betreffen Videokonferenzen, unter anderem kann die Software nun alle Teilnehmer vor einem gemeinsamen virtuellen Hintergrund platzieren – zum Beispiel einem Büroraum oder einem Café.

Außerdem stehen künftig sogenannte Breakout-Räume zur Verfügung, in denen Kleingruppen Themen abseits des eigentlichen Meetings besprechen können. Der Organisator einer Konferenz kann diese spontan einrichten und ebenso schnell wieder schließen, ohne einen komplett separaten Anruf starten zu müssen.

Eine Präsentation via PowerPoint lässt sich von nun an flexibel neben den Videoübertragungen der Teilnehmer platzieren. Auch kann Teams nach einer Konferenz automatisch ein Protokoll anfertigen, das Aufnahmen, Transkripte, den Chat und geteilte Dateien umfasst. Viele dieser Funktionen hatte Microsoft bereits im Juli erstmals gezeigt, sie befanden sich teils aber noch in einer Preview-Phase.

Ferner lässt sich nun beim Einrichten eines Meetings festlegen, dass Nutzer sich mit einer automatisierten E-Mail-Benachrichtigung registrieren müssen. Microsoft plant zudem, dass Verantwortliche die Aufmerksamkeit der Teilnehmer überwachen können: Ein Reporting über die jeweiligen Benutzer soll zum Beispiel bei Kundenpräsentationen hilfreich sein.

Die Entwickler betonen außerdem, dass bis Ende des Jahres wie im August angekündigt bis zu 20.000 Nutzer an einer Konferenz teilnehmen können sollen. Jedoch handelt es sich hierbei nicht um eine aktives Beitragen durch die vielen Nutzer: Die Zahl bezieht sich auf die der passiven Zuschauer und Zuhörer, sprechen können bis zu 1000 Personen.

Weitere Updates beziehen sich auf den internen Einsatz von Teams. So kann die Software nun als sogenannte Home Site App die Startseite des hauseigenen SharePoint anzeigen. Als Panels bezeichnet Microsoft Geräte außerhalb des Konferenzraums, die Personen als Wegweiser dienen und Personen erfassen können, um zum Beispiel die nötige Raumkapazität zu erfassen.

Auch bietet Teams nun intelligente Lautsprecher, wobei es sich um ein automatisches Erfassen des aktiven Sprechers handelt. Microsoft stellt weitere Funktionen in Aussicht, unter anderem soll die Sprachassistentin Cortana bis Ende des Jahres kontaktlose Befehle von Nutzern entgegennehmen können.

In Zeiten des Homeoffice soll zudem ein Tagesplaner dabei helfen, den Arbeitsalltag zu strukturieren, und die Workplace Analytics sollen die Arbeitsbelastung der Mitarbeiter erfassen. Dies zielt auf die gleichzeitig von Microsoft veröffentlichte Studie ab, nach der Burnout-Gefühle in den vergangenen Monaten teilweise stark zugenommen hätten. Mit Teams sollen Firmen nun gegensteuern.

Hinzu kommt die stärkere Integration der Power-Plattform in Teams. So sollen Nutzer direkt in der Kollaborationsplattform mit Power BI arbeiten können, händische Arbeitsabläufe mit Vorlagen der Power Automate App durch die Software erledigen lassen sowie eigene Geschäftsprozesse mit den Power Apps und Power Virtual Agents bauen.

Weitere neue Funktionen sind auf spezifische Einsatzzwecke zugeschnitten, darunter den Gesundheitsbereich: Mit dem Teams EHR-Connector sollen Ärzte ihre Patienten aus der Ferne untersuchen können. Wer Schichten seiner Angestellten planen will, kann sich künftig von einem Assistenten unter die Arme greifen lassen.

Und wer glaubt, seine Kollegen mit bunten Bildern motivieren zu können, findet nun in Teams sogenannte Badges. Diese virtuellen Auszeichnungen sollen Erfolge feiern und in Zeiten des Remote-Arbeitens die Verbundenheit fördern. Für Android hat Microsoft außerdem noch eine Walkie-Talkie-App veröffentlicht, wobei es sich um eine Push-to-Talk-Software handelt.

Alle Informationen zum Update finden Leser im zugehörigen Blogeintrag auf microsoft.com. Die diesjährige Ignite findet ausschließlich online statt.

(fo)