Midjourney & Co.: Auch Getty Images untersagt Werke von KI-Bildgeneratoren

Nach Kunstportalen jetzt auch Bildagenturen: Getty Images will keine Werke von Midjourney & Co. mehr vertreiben. Der Grund liege in rechtlichen Bedenken.

Lesezeit: 2 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 17 Beiträge

(Bild: Midjourney)

Von
  • Martin Holland

Die US-amerikanische Bildagentur Getty Images hat den Upload und Verkauf von Illustrationen untersagt, die mit KI-Bildgeneratoren wie Dall-E, Midjourney oder Stable Diffusion erstellt wurden. Das teilte der CEO des Unternehmens dem US-Nachrichtenportal The Verge mit. Als Begründung nannte er Sorgen bezüglich der Rechtmäßigkeit und des Urheberrechts solcher Werke.

Man gehe hier proaktiv vor, um die eigenen Kunden und Kundinnen zu schützen, sagte Craig Peters demnach. Auch die im vergangenen Jahr von Getty gekaufte Seite Unsplash akzeptiert solche KI-generierten Bilder nicht mehr. Anders als Getty stellt Unsplash Inhalte kostenfrei zur Verfügung.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (Google Ireland Limited) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Getty und Unsplash sind nicht die ersten Plattformen, die gegen von KI generierte Kunst vorgeht. Vorher hatten bereits mehrere Kunstportale im Internet das Hochladen von Werken untersagt, die von einem KI-Bildgenerator geschaffen wurden. Auf Seiten, die bislang noch nicht auf den Trend reagiert haben, werden derweil die Rufe nach einer Verbannung der Inhalte lauter. Abgesehen von rechtlichen Bedenken ist die Sorge groß, dass solche Portale regelrecht mit solchen automatisiert erstellten Inhalten überschwemmt werden und die Handarbeit dazwischen verschwinden könnte. Teilweise fordern Communities auch Obergrenzen für KI-Beiträge und kein völliges Verbot.

Bei Getty Images waren bis zu dem Verbot bereits Bilder abrufbar, die aus einem KI-Bildgenerator stammen, Peters sagte gegenüber The Verge aber nicht, ob es deswegen schon juristische Probleme gegeben hat. Diese bereits geposteten Inhalte sollen nun entfernt werden.

Beim Konkurrenten Shutterstock finden sich etwa über eine Suche nach Midjourney eine Reihe von Bildern, laut Vice nimmt deren Zahl aber inzwischen ebenfalls ab. Bislang gibt es von Shutterstock kein Statement dazu, wie mit derartigen Inhalten verfahren werden soll.

Bildgeneratoren wie Midjourney, Dall-E oder neuerdings Stable Diffusion erschaffen nach Textvorgaben Bilder. In den vergangenen Monaten hat sich um solche Software ein regelrechter Hype entwickelt. Die Ergebnisse sind von unterschiedlicher Qualität, aber vor allem Midjourney und Stable Diffusion sorgen mit den gelieferten Ergebnissen seit Wochen immer wieder für Erstaunen im Netz. Die damit verbundene Diskussion über Kunst hat längst die breite Masse erreicht. Diskutiert wird jetzt unter anderem über das Trainingsmaterial, auf dem die Werkzeuge aufbauen. Die Bildersammlungen stammen zumeist aus dem Internet, ihre einzelnen Fotos waren in der Regel ursprünglich nicht für KI-Training gedacht.

(mho)