Mikrocontroller-Schnittstellen: Universelle Port-Erweiterung für Arduino & Co.

Das Kickstarter-Projekt Serial Wombat 18AB erweitert jeden Mikroconroller um "intelligente" Schnittstellen, es wird über I2C oder UART angebunden.

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Von
  • Carsten Meyer

Das kleine Kickstarter-Projekt Serial Wombat 18AB ist ein selbst entwickelter Peripherie-Chip basierend auf einem PIC24FJ256, der an jeden Mikrocontroller mit UART- oder I2C-Schnittstelle angeschlossen werden kann. Er stellt nicht nur eine Vielzahl weiterer I/O-Leitungen zur Verfügung, sondern kann diese dank eigener Intelligenz auch selbsttätig ansteuern und auswerten, so zum Beispiel WS2812B-LEDs, Matrix-Tastaturen, kapazitiv arbeitende Buttons oder RC-Servos. Autor Jonathan Broadwell hat auch diverse Mess- und Steuerungsfunktionen eingebaut, neben analogen Eingängen bietet der Chip auch Frequenz- und Pulsweitenmessungen, die Auswertung von Dreh-Encodern oder eine direkte Widerstandsmessung an jedem der 9 Analog-Eingänge.

Vorteil für den Anwender: Das Ansprechen der Peripherie geschieht immer über die gleiche Library, egal auf welchem Controller die Firmware läuft; man erhält quasi einen in Hardware gegossenen "Hardware Abstraction Layer". Einziges Problem könnte die Intoleranz der I2C-Anbindung gegen die 5V-Pegel älterer Mikrocontroller sein, möglicherweise sind hier Pegelwandler oder Schutzwiderstände nötig. Die Kickstarter-Kampagne läuft noch wenige Tage und hat ihr (bescheidenes) Finanzierungsziel längst erreicht, einer Auslieferung steht also nichts im Wege – der Autor hat nach eigenen Angaben trotz der Chip-Krise zuverlässige Bezugsquellen. Im Rahmen der Kickstarter-Aktion erhält man für 15 US-Dollar zwei SW18AB, Adapterplatinen und praktische Pinout-Aufkleber für den Breadboard-Einsatz.

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