Mini-PCs: Intel NUC mit Tiger Lake, vier Display- und zwei Ethernet-Buchsen

Die Core-i-Prozessoren der elften "Tiger Lake"-Generation bringen auch Mini-PCs aus Intels Baureihe NUC auf Trab.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 17 Beiträge

(Bild: Intel)

Von
  • Christof Windeck

Während zurzeit die ersten Notebooks mit Intels jüngsten "Tiger Lake"-Mobilprozessoren der elften Core-i-Generation erscheinen, stehen auch "NUC 11"-Versionen von Intels Mini-PC-Familie vor dem Start. Bereits vor Monaten tauchten Spekulationen über NUC11 Extreme (Phantom Canyon mit separatem Grafikchip) und NUC 11 Performance (Panther Canyon) auf.

Nun hat Twitter-Nutzer "HXL" einen Screenshot veröffentlicht, der einen NUC 11 Pro "Tiger Canyon" in fünf Varianten beschreibt.

Die beiden Versionen mit den vPro-Prozessoren Core i7-1185G7 und Core i5-1145G7 ermöglichen demnach Fernwartung sowohl über den 2.5GBase-T-Netzwerkchip Intel i225-LM als auch über den WLAN-Adapter Intel Wi-Fi 6 AX201.

Den drei Typen mit Core i7-1165G7, Core i5-1135G7 und Core i3-1115G4 fehlt hingegen vPro-Fernwartung alias Intel Active Management Technology (AMT).

Alle Tiger-Canyon-NUCs besitzen angeblich je eine HDMI-2.1- und eine HDMI-2.0b-Buchse (mit CEC) sowie zwei Thunderbolt-4-Buchsen, die auch DisplayPort-Signale ausgeben können. Somit lassen sich bis zu vier Displays anschließen, per HDMI 2.1 auch eins mit 8K-Auflösung.

Eine M.2-Fassung für SSDs mit 8 Zentimetern Länge (M.2 2280) stellt vier PCIe-4.0-Lanes bereit. Wie bei NUCs üblich gibt es bei den höheren "H"-Gehäuseversionen auch einen Einbauplatz für eine SATA-SSD.

Neu ist jedoch, dass in die H-NUCs auch ein Erweiterungsmodul passt, das einen zweiten Ethernet-Port bereitstellt, ebenfalls mit 2.5GBase-T.

Die Pro-NUCs empfiehlt Intel auch für den Einsatz etwa in digitalen Anzeigetafeln (Digital Signage). Dabei kann Fernwartung hilfreich sein. Die Tiger-Canyon-NUCs sind aber laut des Twitter-Screenshots auch für Dauerbetrieb bei bis zu 40 Grad Celsius Umgebungstemperatur ausgelegt und vertragen Versorgungsspannungen von 12 bis 24 Volt. Zudem gibt es einen internen Pfostenstecker für RS-232.

Die Tiger-Lake-Vorgänger "Ice Lake" wie den Core i7-1065G7 hat Intel nicht in NUCs eingesetzt; im NUC 10 Performance (Frost Canyon) stecken 14-Nanometer-Prozessoren wie der Core i7-10710U. Kompakte vPro-NUCs gibt es derzeit nur in der achten Generation, etwa den NUC 8 Pro (Provo Canyon) mit Core i7-8665U.

(ciw)