Mittwoch: Amazon-Schikane, Facebook-Urteil, Informatik-Nachwuchs & iPhone-Test

KI-Überwachungskamera nervt Zusteller + Rechte Partei bleibt bei Facebook gesperrt + Nachwuchstalente im Bundeswettbewerb Informatik + iPhone 13 im ersten Test

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Grüner LKW mit Aufschrift "amazon fresh"

Ein Amazon-Fresh-Lieferwagen in San Francisco

(Bild: Andrew Nash CC-BY-SA 2.0)

Von
  • Frank Schräer

In den USA fühlen sich Amazon-Zusteller und -Lieferfirma zunehmend unter Druck gesetzt durch ein KI-System mit Überwachungskameras. Dieses würde sie neben Zeitmangel und Lieferterminen durch teilweise falsche und übermäßige Warnmeldungen nicht nur noch mehr unter Druck setzen, sondern sogar Geld kosten – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Amazon hat Anfang dieses Jahres KI-unterstützte Überwachungskameras in vielen Lieferwagen installieren lassen, um Menschen und Zustellungen sicherer zu machen. Mittlerweile beschweren sich aber die Zusteller. Das System würde sie abstrafen für Fehler, die sie nicht begangen hätten. Solche Aktionen wirken sich auf ein Punktesystem aus, an dem die Amazon-Zusteller gemessen werden und das für die Zuteilung von Boni entscheidend ist. Damit senkt die KI-Kamera im Führerhaus den Lohn der Amazon-Zusteller durch falsche Strafen.

Nicht direkt bestraft, sondern gesperrt hat Facebook die Seite einer rechtsextremen Kleinstpartei und das soziale Netzwerk muss diese nicht bis nach der Bundestagswahl am 26. September freigeben. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe teilte am Dienstag mit, dass es einen Eilantrag der Partei auf unverzügliche Entsperrung abgelehnt hat. Die Voraussetzungen für den Erlass einer einstweiligen Anordnung lägen nicht vor, sodass Facebook die gesperrte Parteiseite vorerst nicht freigeben muss.

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Gute Nachrichten gibt es dagegen aus dem Nachwuchsbereich, denn 29 Schülerinnen und Schüler haben sich bei der Endrunde des 39. Bundeswettbewerbs Informatik gegen etwa 1.700 andere Schülerinnen und Schüler durchgesetzt – ein Jahr nach Beginn des Wettbewerbs. Damit hatten sie sich für die Endrunde des von den bundesweiten Informatikwettbewerben jährlich durchgeführten Talentwettbewerbs qualifiziert. Im Rahmen einer digitalen Siegerehrung hat der 39. Bundeswettbewerb Informatik die Nachwuchstalente ausgezeichnet.

Diese Talente könnten bereits auf einer Wunschliste von Google stehen, um sie als neue Mitarbeiter zu rekrutieren, denn Google hat gerade ein Bürogebäude in Manhattan gekauft – für 2,1 Milliarden US-Dollar. Das St. John's Terminal ist ein ausgebauter früherer Güterbahnhof. Das Gebäude soll "Ankerpunkt" eines Google-Komplexes für tausende Mitarbeiter werden, dessen Eröffnung für 2023 geplant ist. Noch dieses Jahr investiert der Datenkonzern dafür weitere 250 Millionen Dollar, nachdem Google für den ehemaligen New Yorker Frachtbahnhof Milliarden zahlt.

Apple hingegen bringt neue Smartphones auf den Markt, die ab Freitag in den Handel kommen. Die iPhones 2021 kann man als typisches "s"-Update ansehen, also als eine Generation, die Apple vor ein paar Jahren noch "iPhone 12s" genannt hätte. Denn vieles kennen wir schon aus dem letzten Jahr: die vier Modellreihen, die kantigen Gehäuse, die Displaygrößen. Zwei iPhones mit 6,1 Zoll Bildschirmdiagonale – nämlich mit und ohne den Zusatz "Pro" – buhlen zunächst um die Gunst der Käufer. iPhone 13 und 13 Pro zeigen sich im ersten Test als Fotokameraden mit schnellerem Hertzschlag.

iPhone 13 und 13 Pro im ersten Test (4 Bilder)

Die Linsen stehen bei iPhone 13 Pro und iPhone 13 noch weiter aus dem Gehäuse heraus.
(Bild: Sebastian Trepesch)

Schnell schießen auch Startups, die Elektromotorräder bauen, wie Pilze aus dem Boden. Die schwedische Firma RGNT Motorcycles aus der Nähe von Göteborg hält ihr Design bewusst klassisch, sodass die beiden Modell Classic und Scrambler aus einiger Entfernung fast schon als Oldtimer durchgehen würden. Ein schwarz lackierter Doppelschleifen-Rohrrahmen aus Stahl bildet das Rückgrat, große Kotflügel decken die Drahtspeichenräder ab und ein verchromter Rundscheinwerfer spendet Licht. Die RGNT Motorcycles sind Elektro-Kleinkrafträder mit leisem Direktantrieb im Retro-Stil.

Auch noch wichtig:

(fds)