Mittwoch: China-Regeln, YouTube-Lohn, Lyft-Zahlen, Audi-Test & Cyber-Katastrophe

China gegen Online-Gaming + YouTube zahlt für Shorts + Fahrtenvermittler verdoppelt Umsatz + Elektro-Audi im Test + Cyber-Katastrophen in Klinik & Verwaltung

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Hongkong aus der Vogelperspektive

(Bild: Ronnie Chua/Shutterstock.com)

Von
  • Frank Schräer

In Asien boomt Online-Gaming und das ist gut für die Geschäfte chinesischer Firmen. Jetzt aber schlägt die Regierung im Reich der Mitte Alarm und beklagt die Spielsucht bei Kindern. Schließlich lassen sich die allgegenwärtigen Smartphones nahezu unkontrollierbar mit ins Bett nehmen. Das wiederum hat Auswirkungen auf Tencent, eines der größten Unternehmen Chinas – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

In China werden Online-Spiele heftig kritisiert und sie als schädlich für die Entwicklung von Kindern dargestellt. Staatsmedien sprechen von "Opium für den Geist" und "elektronischen Drogen". Daraufhin hat der Aktienkurs des führenden chinesischen Technik- und Spielekonzerns Tencent deutlich nachgegeben. Tencent reagiert auf die Obrigkeit mit Einschränkungen für jugendliche Spieler, aber Tencents Aktienkurs fällt trotzdem, nachdem China Online-Gaming verteufelt.

Videoproduktion ist kein Gaming, aber manche Kurzfilmchen sind Spielerei. Damit lässt sich bei YouTube Shorts nun Geld verdienen, denn YouTube stemmt sich gegen TikTok. Um den Rückstand aufzuholen, braucht YouTube mehr neue Kurzfilme. Um solche Produktionen anzukurbeln, lockt die Alphabet-Tochter mit Geld. Wer eigene Kurzvideos hochlädt, die populär werden, kann bis zu 10.000 US-Dollar im Monat bekommen. Im Kampf gegen TikTok zahlt YouTube Bares für beliebte Kurzfilmchen.

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Geld verdienen will auch der US-amerikanische Fahrtenvermittler Lyft, aber soweit ist es noch nicht. Dem Uber-Konkurrenten ist es zuletzt immerhin gelungen, Millionen Fahrgäste zurückzugewinnen, den Quartalsumsatz mehr als zu verdoppeln, und die Nettoverluste deutlich zu reduzieren. Nach jahrelanger Geldverbrennung sind die Finanzreserven seit Jahresbeginn stabil geblieben und Lyft-Chauffeure verdienen angeblich so viel wie noch nie.

Der Audi e-tron GT dürfte selten für Lyft-Transporte genutzt werden, denn es ist das neue elektrische Spitzenmodell der Marke. Die Sportlimousine hat einen der seltenen funktionierenden e-Routenplaner und eine aktive Batterieheizung, ist sparsam und stark. Das gilt für die Geschwindigkeit an der Ladesäule wie auch auf der Straße. Ein Gran Turismo im Wortsinn ist er aber nicht, wie das Elektroauto Audi e-tron GT im Test zeigt.

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Bedenklich ist dagegen, dass gleich dreimal in zwei Wochen Hacker große öffentliche Institutionen angegriffen haben. Ein Krankenhaus konnte bereits einen Tag nach Befall seine Türen wieder öffnen. Die Stadtverwaltungen hat es schwerer getroffen. Nach mehr als zwei Wochen baut Anhalt-Bitterfeld eine neue Notinfrastruktur auf und Geisenheim sei zumindest für "drei Wochen offline". Die Landkreisverwaltung hat den Cyber-Katastrophenfall nach Ransomware und Trojaner-Angriffen ausgerufen.

Diese Cyber-Probleme sind nicht unbedingt das Thema von Leidy Klotz, Professor an der University of Virginia. Dort lehrt er dort Ingenieurswissenschaften, Architektur und Wirtschaft, aber hat auch eine interdisziplinäre Initiative für Verhaltenswissenschaft mitgegründet. Seine aktuellen Forschungsergebnisse: Gilt es Probleme zu lösen, fügen die meisten Menschen instinktiv etwas hinzu. Dabei heißt es in seiner Psychologie: Warum Dinge weglassen schlauer ist.

Auch noch wichtig:

(fds)