Mittwoch: HP plant tausende Entlassungen, Brasilien mag indischen Twitter-Klon

HPs Sparplan mit Entlassungen + Koo beliebt in Südamerika + Handybrowser im britischen Visier + Kritis-Betreiber in der Pflicht + Fujifilms defekte Displays

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Frau in schwarz-weiß hält Handy mit farbiger Anzeige

(Bild: Tero Vesalainen/Shutterstock.com)

Von
  • Frank Schräer

Auch HP leidet unter der aktuellen PC-Flaute. Ein aufgrund von Umsatz- und Gewinnrückgang aufgesetzter Umstrukturierungsplan kostet in den nächsten drei Jahren 4000 bis 6000 Jobs. Entlassungen gab es auch bei Twitter, aber das dortige Chaos lässt viele Nutzer nach Alternativen suchen. Derzeit probieren viele brasilianische Twitter-User den indischen Twitter-Klon Koo aus. Für ihre Ohren klingt der Name vulgär. Das erheitert. Derweil untersuchen die britischen Wettbewerbshüter die Handybrowser von Apple und Google, weil diese am Markt etwa die Verbreitung von Cloud Gaming behindern könnten – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

HP wird bis Ende des Jahres 2025 weltweit 4000 bis 6000 Mitarbeiter freistellen, um Kosten zu sparen. Das erklärte der PC- und Peripheriehersteller im Rahmen der Bekanntgabe seiner letzten Finanzzahlen, die einen teilweise deutlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinn zeigen. Obwohl auch die Prognose für das nächste Jahr zurückhaltend ausfällt, stieg der Aktienkurs von HP im nachbörslichen Handel um rund zwei Prozent. Offenbar sind die Anleger angetan vom HP-Sparkurs, der die jährlichen Kosten deutlich senken soll: HP will rund 10 Prozent seiner Mitarbeiter entlassen.

Das von Elon Musk bei Twitter ausgelöste Chaos veranlasst immer mehr Twitter-User, andere soziale Netzwerke auszuprobieren. Häufig ist das Mastodon, doch in Brasilien ist ein indischer Twitter-Klon namens Koo plötzlich populär. Das hat die Betreiberfirma dazu veranlasst, schnell eine portugiesische Variante zu veröffentlichen. Kein Nachteil ist, dass Koo auf Portugiesisch wie cu klingen kann – ein vulgärer Ausdruck für das menschliche Sitzorgan. Das erheitert User und sorgt für ungeplante Aufmerksamkeit: Brasilianer entdecken plötzlich indischen Twitter-Klon Koo.

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Apple und Google müssen sich einer tiefgehenden Untersuchung durch die britische Wettbewerbsbehörde CMA stellen. In den nächsten eineinhalb Jahren wird sie untersuchen, welche Auswirkungen das Duopol der beiden Datenkonzerne bei mobilen Ökosystemen hat. Daran könnten sich Auflagen für die Apple und Google anschließen. Zuvor hat die Behörde festgestellt, dass Apple durch seine strengen App-Store-Vorschriften die Verbreitung von Cloud Gaming behindert. Browserhersteller, Webprogrammierer und Cloud-Gaming-Provider unterstützen eine Untersuchung: Wettbewerbshürden bei Handybrowsern, Cloud-Spielen? UK untersucht Apple & Google.

Der Schutz kritischer Infrastruktur (Kritis) soll EU-weit verbessert werden. Das Europäische Parlament hat mit großer Mehrheit für eine diesbezügliche Richtlinie gestimmt. Betreiber von Anlagen und Systemen der erfassten Branchen müssen künftig Risikobewertungen durchführen, um ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Störungen und Gefahren zu erhöhen. Zudem gibt es künftig EU-weite Mindestregeln, um sicherzustellen, dass verschiedene Mitgliedstaaten dieselben Infrastrukturbetreiber als wesentlich und daher besonders schützenswert einstufen: EU-Richtlinie nimmt Betreiber kritischer Infrastruktur in die Pflicht.

Fujis X-Pro3 ist nicht nur in ihrem Retro-Design eine tolle Kamera, sie bringt auch gute Leistungen – solange sie durchhält. Offenbar gibt es auch durch die Gestaltung in Anlehnung an Sucherkameras der 1970er und 1980er-Jahre ein Problem mit den beiden Displays. Es gibt nämlich auf der Rückseite der Kamera gleich zwei davon. Offenbar fallen diese beiden Anzeigen, die über ein gemeinsames Kabel angesteuert werden, relativ häufig aus. In einer Sammelklage in den USA bringen Beschwerdeführer vor, dass die Kamera als besonders robust und langlebig beworben würde: Sammelklage bei Fujifilm X-Pro3 wegen defekter Displays.

Auch noch wichtig:

(fds)