"Mobile Briefmarke" ist da: Briefporto und Paketdienste nun in einer DHL-App

Das "Handyporto" wird nun von der "Mobilen Briefmarke" in der App "Post & DHL" abgelöst.

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Der Portoberater der App rät den Nutzer:innen nicht etwa dazu, besser einen Brief oder ein Paket zu verschicken, sondern wie viel eine Sendung kostet abhängig zum Beispiel davon, wie viele Seiten Papier ein Brief enthält.

(Bild: Deutsche Post DHL)

Von
  • Andreas Wilkens

Die Deutsche Post DHL ist wie im Frühjahr versprochen mit ihrer Digitalisierung vorangekommen. Sie legt nun eine App vor, die Paket- und Briefdienstleistungen unter einer Anwendung vereint. "Mit der kostenlosen App Post & DHL sind die wichtigsten Post- und Paket-Services jederzeit und überall auf dem Smartphone oder Tablet griffbereit", schreibt die Post, und zwar "vom Kauf von Brief- oder Paketmarken bis zur Sendungsverfolgung".

App-Nutzer:innen können also nicht mehr nur Paketsendungen verfolgen und per Barcode an der Packstation abholen, sondern auch Porto für Postkarten, Standardbriefe, Kompaktbriefe und Großbriefe anfordern, online bezahlen und als "Mobile Briefmarke" nach Art des früheren "Handyportos" auf den Umschlag oder Postkarte schreiben oder als Internetmarke ausdrucken. Wer sich unsicher ist, kann für das Porto auch für Pakete oder Päckchen den Portoberater beanspruchen.

Bei DHL registrierte und eingeloggte Nutzer:innen können ihre Warenkörbe DHL-Online-Frankierung der jüngsten 30 Tage mit ihrem DHL-Kundenkonto synchronisieren. Außerdem können Eingeloggte bis zu 100 Sendungen speichern und verwalten, werden bei Zustellung digital benachrichtigt. Sie werden am Morgen der Zustellung eines Pakets per E-Mail oder Push-Nachricht informiert und bekommen ein 90-Minuten-Zustellzeitfensters angegeben. Die App "Post & DHL" gibt es für Android und iOS.

Insgesamt steckt die Deutsche Post rund 2 Milliarden Euro in ihre Digitalisierungsoffensive. Das ist wohl auch eine Reaktion auf zunehmende Beschwerden der Kunden. Die beklagen, dass ihre Pakete nicht richtig zugestellt und die Empfänger nur unzureichend über den Verbleib ihrer Sendungen informiert würden. Moniert wird auch, dass wichtige Briefe einfach nicht ankommen.

(anw)