Mobilität in Deutschland geht um 20 Prozent zurück

Die Menschen in Deutschland waren in der ersten Januarhälfte 2021 deutlich weniger und kürzer unterwegs als 2019.

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Ganz so arg wie im Jahr 1973 ist es zurzeit in Deutschland nicht. Seinerzeit gab es während der Ökrise Sonntagsfahrverbote.

(Bild: dpa)

Von
  • Andreas Wilkens

Die Menschen in Deutschland waren in der ersten Woche dieses Monats knapp 20 Prozent weniger unterwegs als im Januar 2019. In der 2. Kalenderwoche fiel der Rückgang mit 14,3 Prozent etwas schwächer aus, hat das Statistische Bundesamt aus Mobilfunkdaten errechnet.

Besonders weniger unterwegs waren die Menschen über längere Distanzen: In der 1. KW dieses Jahres wurden 37 Prozent weniger Fahrten über 30 km unternommen als im Januar 2019; in der zweiten KW betrug der Rückgang 34 Prozent. Der Rückgang bei Fahrten zwischen 5 und 30 km betrug in der 1. KW 26 Prozent, in der 2. KW 19 Prozent, und bei Fahrten oder Gängen, die kürzer waren als 5 km in der 1. KW 13, in der 2. KW 9 Prozent, heißt es in einer Mitteilung des Statistischen Bundesamts.

Insgesamt wiesen rund 5 Prozent aller erfassten Fahrten in den ersten beiden Kalenderwochen eine zurückgelegte Distanz von über 30 km auf. Etwa 40 Prozent aller Reisen gingen über 5 bis 30 km, rund 55 Prozent der Wege waren kürzer als 5 km.

Tagsüber, also von 6 bis 22 Uhr, lag die bundesweite Mobilität in der 1. KW 18,2 Prozent und in der 2. KW 12,8 Prozent unter dem Referenzwert des Januar 2019. In der Nacht ging die Mobilität in der 1. KW um 34,8 Prozent und in der 2. KW um 30,3 Prozent zurück. Dabei machten nächtliche Reisen insgesamt knapp 7 Prozent der gesamten Mobilität aus.

(anw)