Möbelhändler Home24 rechnet nach Rekordjahr weiter mit deutlichen Zuwächsen

Online-Shopping bleibt für Händler in der Coronavirus-Pandemie ein sicheres Geschäft. Home24 hat von der Krise 2020 profitiert und erwartet dies auch für 2021.

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(Bild: home24)

Von
  • Kristina Beer

Der Online-Möbelhändler Home24 hält nach dem Rekordjahr 2020 ein ähnlich starkes Geschäftswachstum im laufenden Jahr für möglich, auch wenn die Coronavirus-Pandemie "2021 ein unkalkulierbarer Unsicherheitsfaktor" bleibe. Sowohl das Kundenverhalten sei schwer zu antizipieren und Lieferketten blieben fragil, erklärte der Möbelhändler am Mittwoch in Berlin. Dennoch rechnet das Management für das Gesamtjahr mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von 20 bis 40 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte die Steigerung bei 42 Prozent gelegen.

Schon für das erste Quartal 2021 meldet das Unternehmen einen kräftigen Schub. So verzeichnete es für die Monate Januar bis März einen währungsbereinigt rund 73 Prozent höheren Auftragseingang als vor dem Ausbruch der Coronavirus-Pandemie ein Jahr zuvor. Die Steigerung in Europa lag bei etwa 80 Prozent, in Brasilien bei 48 Prozent.

"Wir sehen weiterhin eine deutlich erhöhte Online-Nachfrage der Verbraucher", sagte Home24-Chef Marc Appelhoff. So rechne das Unternehmen "langfristig" mit einer weiteren Verlagerung der Kundennachfrage aus dem stationären Handel zum Online-Geschäft.

Home24 will weiter viel Geld in den Ausbau des Geschäfts stecken. Dennoch soll das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (Ebitda) und Sondereffekten auch 2021 im schwarzen Bereich liegen. Unter dem Strich schrieb Home24 auch 2020 noch rote Zahlen: Im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte der Verlust aber von gut 66 Millionen auf rund 16 Millionen Euro.

Online-Shopping ist in der Coronavirus-Pandemie für viele Menschen die einzige Möglichkeit neue Gegenstände zu erwerben. Auch hauptsächlich stationäre Händler haben häufig kaum eine andere Möglichkeit als den Aufbau eines Online-Geschäfts zu forcieren, um weiterhin Waren anbieten zu können. Deshalb wird unter anderem befürchtet, dass Einzelhändler in Innenstädten zunehmend aufgeben könnten. In der Politik, aber auch im Handel, wird schon vereinzelt dafür geworben, den zu erwartenden Wandel in den Innenstädten progressiv zu begleiten.

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(mit Material der dpa) / (kbe)