Monitoring: Prometheus 2.25 markiert experimentelle Funktionen mit neuem Flag

Als instabil geltende Funktionen lassen sich per Flag verbergen, um Entwicklerteams mehr Sicherheit und Flexibilität beim Experimentieren zu verschaffen.

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(Bild: Gorodenkoff/Shutterstock.com)

Von
  • Madeleine Domogalla

Für das Monitoring-Tool Prometheus liegt Version 2.25 vor. Es handelt sich dabei um ein von der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) verwaltetes Projekt. Das Update führt unter anderem ein neues Feature-Flag für experimentelle Funktionen ein.

Prometheus 2.25 kennzeichnet neue experimentelle Features mit dem Feature-Flag -enable-feature, sodass sich experimentelle oder mit der Abwärtskompatibilität brechende Funktionen noch verbergen lassen. Das neue Flag soll beispielsweise verhindern, dass Prometheus-Anwender durch neue experimentelle Features irritiert werden, die gegebenenfalls das Verhalten und die Stabilität des Systems gefährden. Über das neue Flag lassen sich diese experimentellen Funktionen erst bei Bedarf beziehungsweise zu Testzwecken aktivieren.

Unter den neuen experimentellen Funktionen findet sich beispielsweise auch ein @-Modifikator. Entwickler können damit die Auswertungszeit für Instant-Vektor- und Range-Vektor-Selektoren sowie Unterabfragen festlegen. Dadurch kommt es zu einem Bruch mit der Abwärtskompatibilität, da Abfragen nicht mehr vor der Auswertungszeit nach Proben suchen.

Neu ist zudem der Remote-Write-Receiver, der es Prometheus ermöglicht, Remote-Write-Anfragen für Anwendungsfälle wie Push-basierte Überwachung in Umgebungen mit geringer Konnektivität zu empfangen. Interessierte können das Feature über -enable-feature=remote-write-receiver aktivieren.

Prometheus ist zum einen eine Zeitreihendatenbank, die regelmäßig Performancemetriken aus einem System ausliest, um beispielsweise Engpässe frühzeitig zu erkennen (Trending). Es agiert zum anderen auch als reines Monitoring-Tool, indem es sich bei den erhobenen Metriken auf einen Datensatz beschränkt – gewöhnlich den letzten. Ursprünglich wurde das Werkzeug vom Musik-Streaming-Dienst SoundCloud entwickelt. 2016 nahm die CNCF das Open-Source-Tool auf. Zwei Jahre später erreichte Prometheus als zweites Projekt neben Kubernetes den Graduiertenstatus der Foundation.

Nähere Informationen zu Prometheus 2.25 finden sich in den Release Notes auf GitHub.

(mdo)