Montag: Corona-Zahlen bringen Homeoffice zurück und Bitcoin bekommt ein Update

Homeoffice & 3-G-Regelung für Arbeitnehmer + Taproot-Update für Bitcoin + Unfallopfer verklagt Amazon + Corona-Impfstoffe aus China + Mikroprozessor wird 50

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Mann mit kurzer Hose bei Videokonferenz im Homeoffice

(Bild: Shutterstock/Andrey_Popov)

Von
  • Frank Schräer

Trotz eigentlich guter Impfquoten steigen die Coronavirus-Infektionszahlen in bislang unerreichte Höhen und die Politik sucht nach Lösungen. Nun soll die Homeoffice-Pflicht zurück kommen sowie eine 3-G-Regelung am Arbeitsplatz. Bitcoin wird dagegen nach einem vielfach erwarteten Update anonymer und schneller – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Angesichts der weiterhin stark steigenden Coronavirus-Infektionszahlen plant der bisherige Bundesarbeitsminister erneut eine Verpflichtung zum Arbeiten im Homeoffice einzuführen. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll bereits den in Koalitionsverhandlungen befindlichen Parteien SPD, FDP und Grüne vorliegen. Nach Plänen des Arbeitsministers soll neben der Homeoffice-Pflicht auch eine 3-G-Regelung am Arbeitsplatz kommen.

Ebenfalls viel vorgenommen hat sich die Bitcoin-Szene mit dem ersten großen Upgrade seit 2017, das mehr Privatsphäre, weniger Speicherbedarf und sinkende Kosten mitbringt. Die umfassende Änderung mit dem Namen "Taproot" war bereits 2018 vorgeschlagen worden. Schon damals war das Ziel mehr Anonymität und Effizienz. Die Verschlüsselungstechnik eines Deutschen spielt eine entscheidende Rolle. Am frühen Sonntagmorgen wurde das Taproot-Update aktiviert, mit dem Bitcoin anonymer und schneller wird.

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Schneller werden sollen auch die Belieferungen seitens Amazon durch digitale Unterstützung. Nun aber wird Amazon verklagt, wobei das IT-System des Konzerns zur Überwachung von Auslieferern mit am Pranger steht. Der Kläger stelle vorrangig auf die Schlüsselrolle der Algorithmen ab, mit denen der Großhändler den Betrieb kontrolliert. Nach einem Unfall mit einem Amazon-Lieferwagen sitzt der Betroffene im Rollstuhl. Nun verklagt der Schwerverletzte Amazon in den USA wegen algorithmischer Fahrerkontrolle.

Schnelligkeit war nicht das Ziel der Entwickler des heute vor 50 Jahren eingeführten Intel 4004, des weltweit ersten Mikroprozessors auf einem einzigen Stück Silizium. Er war aber kompakter und schluckte auch viel weniger Strom als bis dato genutzte Prozessoren, bei denen viele Logik-ICs zu Rechenwerken kombiniert wurden. Dieser Single-Chip-Mikroprozessor sowie seine Nachfolger 8008, 8080 und 8086 legten den Grundstein für die digitale Revolution. Mit dem Intel 4004 fing es an: Der Mikroprozessor wird 50 Jahre alt.

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Viele Corona-Ungeimpfte misstrauen den hierzulande zugelassenen genetischen Impfstoffen, weil diese nicht ausreichend erprobt seien. Das führt zur aktuellen Impflücke. Nicht zugelassen sind bislang die traditionell hergestellten chinesischen Impfstoffen gegen Covid-19, obwohl diese eine gute Effektivität bieten und es im Vergleich zu den genetischen Vakzinen möglicherweise weniger schwere Nebenwirkungen und Impfkomplikationen gebe. Telepolis beleuchtet traditionelle Covid-19-Impfstoffe aus China: Was wissen wir über Wirksamkeit und schwere Nebenwirkungen?

Auch noch wichtig:

  • Microsofts nächster Bugfix für das neue Betriebssystem behebt einige Darstellungs- und Audio-Probleme. Dazu gehört auch die Farbänderung der Fehlermeldung. Das Update für Windows 11 bringt den Bluescreen zurück.
  • US-Präsident Joe Biden und Chinas Staatschef Xi Jinping werden heute auf einer Videokonferenz über einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Wettbewerb zwischen beiden Ländern sprechen, wie ein Sprecher des Weißen Hauses erklärte. Auch Taiwan werde ein Thema sein.
  • Unter dem Motto "Niemand bleibt zurück. Oder?" veranstalten die Stadt Wien, das Bundesrechenzentrum, die Donau-Universität Krems und der Chaos Computer Club am 26. November gemeinsam das 12. govcamp vienna. Interessierte aus der Zivilgesellschaft sowie VertreterInnen aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sind aufgerufen, am offenen Barcamp-Diskussionsformat virtuell unter barcamps.eu/govcamp-vienna-2021/ teilzunehmen.

(fds)