Montag: TSMC-Kontamination, Passwort-Grab, Android-Trojaner & Homeoffice-Regeln

Unreinheiten beim Chip-Fertiger + Profi-Umgang mit Passwörtern + Handy-Malware erspäht Login-Daten + Rechts-FAQ zum mobilen Arbeiten + YouTube sperrt Sky News

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Chip-Inspektion bei TSMC

(Bild: TSMC)

Von
  • Frank Schräer

Ein lauer Sommerabend kann ein Genuss sein und wenn auch noch Grillduft hinzukommt, riecht es zwar angenehm, aber die Luft ist dann nicht mehr rein. So oder so ähnlich könnte es Chip-Fertiger TSMC gegangen sein, denn diese haben Unreinheiten feststellen müssen. Das ist für die Halbleiterproduktion gar nicht optimal – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Beim Chip-Fertiger TSMC in Taiwan wurde eine Gas-Kontamination festgestellt. Offenbar war die 5-Nanometer-Produktion betroffen, die vorwiegend für Apple genutzt wird. Nach Angaben von TSMC wurden die verunreinigten Gase umgehend durch andere Vorräte ersetzt. Der Chiphersteller erwartet keine signifikanten Auswirkungen auf den Fertigungsprozess und die Chip-Auslieferungen durch die Gas-Kontamination in der Apple- und AMD-Chipproduktion.

Konkrete und sogar schwerwiegende Auswirkungen haben verlorene Kennwörter. Meist geht – in der IT wie im "richtigen Leben" – im Großen und Ganzen erstaunlich vieles gut. Nicht so für einen Kanadier, der 2018 in Indien plötzlich verstarb. Neben der persönlichen Tragödie gab es ein weiteres Problem, denn als Chef einer Kryptobörse hatte anscheinend nur er allein Zugriff auf die privaten Schlüssel der sogenannten "Cold Wallets" seiner Kunden: Passwort mit ins Grab genommen. Dumm gelaufen.

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Dumm laufen könnte es auch für manche Handy-Nutzer, denn IT-Sicherheitsforscher haben einen bisher nicht dokumentierten Trojaner für Smartphones mit dem Betriebssystem Android entdeckt. Neu an der "Vultur" getauften Malware ist, dass sie Funktionen zur Bildschirmaufzeichnung verwendet, um sensible Informationen auf den betroffenen Mobiltelefonen abzugreifen. Der fernsteuerbare Android-Trojaner späht Login-Daten für Bankkonten und E-Wallets aus

Eine solche Malware wäre im Homeoffice äußerst unangenehm, aber durch Corona ist das Arbeiten zu Hause alltäglich geworden. Aber gibt es ein Recht darauf? Darf man auch aus dem Ausland arbeiten? Macht es einen Unterschied, ob man "mobil arbeitet" oder ob man im "Homeoffice" ist? Viele Angestellte sind noch unsicher, was sie dürfen und was nicht. Wir geben im "Rechts-FAQ: Mobiles Arbeiten" einen Überblick über die Rechtsgrundlagen.

Auf eigene Rechtsgrundlagen beruft sich YouTube, nachdem das Videoportal den Sender Sky News Australia wegen dessen Corona-Berichterstattung für eine Woche gesperrt hat. Eine YouTube-Sprecherin bestätigte am Sonntag den Vorwurf an den Sender, falsch über die Pandemie informiert zu haben. Man habe klare und gesicherte Grundsätze, um die Verbreitung von Covid-19-Fehlinformationen zu verhindern. Der Sender kritisiert den Schritt heftig, aber zunächst ist Sky News Australia von YouTube gesperrt.

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Glücklicherweise sind ältere Menschen in Rheinland-Pfalz davon nicht betroffen. Diesen stehen seit einigen Jahren intelligente digitale Geräte zur Verfügung, um ihre gefühlte Einsamkeit zu verringern und ihre soziale Teilhabe zu steigern. Das ist das Ergebnis des Modellprojekts "Digitale Nachbarn" in Zweibrücken: mit Technik gegen die Einsamkeit im Alter.

Auch noch wichtig:

  • Die Flutkatastrophe in Deutschland Mitte Juli überstieg die Vorstellungskraft vieler Bundesbürger. Nun wird über die Gründe diskutiert. Ist der Mensch schuld? Oder die Natur? Die Hälfte sieht Zusammenhang mit Klimawandel.
  • Heute vor genau 50 Jahren und nach knapp 66 Stunden auf dem Mond, wo erstmals ein zweisitziges Elektroauto zum Einsatz kam, kehrt die Landefähre mit den Astronauten Scott und Irvin an Bord zum Apollo-15-Raumschiff zurück.

(fds)