Multi-Cloud-Management: OpenNebula 6.0 rollt hybride Cloud-Umgebungen aus

"Mutara" ist das erste stabile Release der Reihe 6.x der Cloud-Plattform. Es erlaubt das Deployment zahlreicher Szenarien, um Lock-in-Effekte zu umgehen.

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(Bild: Serg-DAV/Shutterstock.com)

Von
  • Silke Hahn

Das Open-Source-Projekt OpenNebula hat Version 6.0 der gleichnamigen Cloud-Plattform herausgebracht unter der Bezeichnung "Mutara" herausgegeben. Das Release ist die erste stabile Version der Serie 6.x, es wartet mit Edge-Computing-Funktionalitäten für die Cloud auf. IT-Organisationen sollen damit verteilte Edge-Cloud-Umgebungen einrichten und verwalten können, und zwar sowohl hybrid als auch in Form von Multi-Cloud-Szenarien.

OpenNebula 6.0 verspricht laut Blogeintrag auf der Projektseite den Anwendern die Vorzüge einer Public Cloud mit Skalierbarkeit und einfacher Bedienbarkeit, hoher Performance und Sicherheit. Die Plattform stellt ein übergreifendes Control Panel bereit, mit dem sich verteilte Cloud- und Edge-Distributionen von einem Ort aus zentral verwalten lassen sollen. Dabei soll die Software Provider-übergreifend einsatzfähig sein. Damit soll "Mutara" den Lock-in-Effekt bei kommerziellen Anbietern verhindern. Jegliche Plattform soll für die Installation geeignet sein, heißt es in der Ankündigung. Aufgelistet sind dabei dedizierte Server (im eigenen Rechenzentrum), virtuelle Maschinen und Clouds kommerzieller Anbieter, aber auch Cloud-Installationen on-Premises.

Zusätzlich zum klassischen Interface mit Befehlszeile bietet das Release nun ein Webinterface namens "FireEdge" zum Verwalten und Steuern der Ressourcen bei Public-Cloud- und Edge-Anbietern. Auch die Provisionierung von OpenNebulas Edge-Clustern soll FireEdge erledigen können. Der Meldung zufolge können Nutzer die von Cloud-Anbietern bezogenen Ressourcen darin per Mausklick erweitern. OpenNebula 6.0 unterstützt VM-Backups, um die Daten regelmäßig automatisiert aus den virtuellen Maschinen der Nutzerinnen und Nutzer zu sichern. Dabei sind die Speicherorte frei wählbar.

Hervorzuheben ist auch der neue Support für Dockerfiles und ein renovierter Marktplatz für VM-Templates, wobei die Herausgeber die Möglichkeit betonen, nun auch Service-Templates abzuspeichern. Damit sollen Nutzerinnen und Nutzer komplexe Container-Workflows einfacher ausführen können. Ein Augenmerk lag dabei im Edge-Bereich auf den von der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) zertifizierten Kubernetes-Clustern.

Ebenfalls im Paket enthalten sind passende Treiber und Vorlagen, die Definitionen für virtuelle Maschinen (VM) enthalten und zum Einsatz beispielsweise in der AWS-Cloud und bei Equinix Metal bestimmt sind. Die Templates und Treiber dienen offenbar ebenfalls dazu, Edge-Cluster mit dem AWS-Micro-Hypervisor Firecracker einzurichten und sollen das Setup beschleunigen. Bei Firecracker handelt es sich um eine Virtualisierungstechnologie namens VMM (Virtual Machine Monitor), im Grunde eine Mischung aus virtueller Maschine und Kata-Container zur Orchestrierung von Containern und Microservices.

Mehr Informationen lassen sich dem Blogeintrag zum Release entnehmen. Die Community-Ausgabe von OpenNebula 6.0 ist als kostenloser Download verfügbar. Für Unternehmen steht daneben eine Enterprise-Ausgabe bereit, die Support und weitere Dienstleistungen im Abonnement bietet.

(sih)