Musikdienst Deezer streamt auf Apples HomePod

Erstmals lässt sich ein anderer Streaming-Dienst als Apple Music auf dem Siri-Lautsprecher einrichten. Auch verlustfreie FLAC-Wiedergabe ist vorgesehen.

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(Bild: Deezer)

Von
  • Leo Becker

Deezer unterstützt nun Apples vernetzte HomePod-Lautsprecher: Zahlende Abonnenten des Musik-Streaming-Diensten können Inhalte dadurch direkt auf einem HomePod und HomePod mini streamen sowie über Apples Sprachassistenzsystem Siri ansteuern – statt die Musik vom iPhone aus im lokalen Netzwerk per AirPlay an die Boxen schicken zu müssen. Neben den gängigen Premium-Abonnements wird auch Deezers HiFi-Abo unterstützt, das ein Streaming von Musik im verlustfreien Flac-Format ermöglicht.

Per Sprachbefehl lassen sich sowohl Wiedergabelisten oder automatisiert erstellte Mixe wie Deezer Flow ansteuern als auch einzelne Songs, Alben und Künstler wiedergeben. Auch Kommandos für das Mögen von Musiktiteln und etwa eine Zufallswiedergabe werden unterstützt, wie Deezer am Donnerstag mitteilte. Deezer lässt sich außerdem als Standard-Dienst für die Medienwiedergabe auf HomePods in Apples Home-App festlegen, sodass den Siri-Befehlen nicht stets ein "mit Deezer" angehängt werden muss.

Deezer ist damit der erste Musik-Streaming-Dienst in Deutschland, der direkt auf HomePods läuft. In den USA wird das bereits von Pandora unterstützt. HomePods waren ursprünglich auf Apple Music als integrierten Streaming-Dienst beschränkt, eine Limitierung, die manchen Kaufinteressenten abgeschreckt haben dürfte. Apple hat den großen HomePod jüngst eingestellt, man wolle sich nun ganz auf den billigeren HomePod mini konzentrieren, hieß es.

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Erst mit iOS 14 öffnete Apple die Lautsprecher im vergangenen Jahr für Dritte und erlaubt es seitdem, einen anderen Streaming-Dienst als Standard festzulegen – das muss vom Anbieter jeweils umgesetzt werden. Laut Apple arbeitet auch Amazon Music an der HomePod-Integration, eine Einführung steht aber noch aus. Von Spotify liegt bislang keinerlei entsprechende Ankündigung vor. Der Streaming-Dienst hatte bei seiner Beschwerde bei der EU-Kommission auch kritisiert, dass Apple ursprünglich keine Konkurrenten auf das Gerät ließ.

(lbe)