N26: Strafzinsen für Guthaben ab 50.000 Euro

Neue Privatkunden der Digitalbank N26 mit den Kontomodellen „Kostenlos“ und „You“ zahlen ab sofort ein Verwahrentgelt für Einlagen über 50.000 Euro.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 70 Beiträge

(Bild: Marian Weyo/Shutterstock.com)

Von
  • Markus Montz

Wer ein Konto bei der Digitalbank N26 eröffnet, muss bei größeren Guthaben ab November mit Strafzinsen rechnen: Bei mehr als 50.000 Euro wird ein Strafzins von 0,5 Prozent pro Jahr fällig. Das geht aus den überarbeiteten Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie einem Hinweis auf der Homepage hervor. Ausgenommen ist das Premium-Kontomodell „Metal“. Zuerst hatte das Fachblog finanz-szene über das neue Entgelt berichtet.

Außergewöhnlich ist die Maßnahme laut finanz-szene.de an sich nicht – viele Filialbanken verlangen demnach mittlerweile Strafzinsen für Einlagen auf Giro- und anderen Konten. Allerdings liege die Grenze üblicherweise bei 100.000 Euro und mehr. Zudem würden die meisten Direktbanken kein vergleichbares Entgelt erheben, die Comdirect erst ab 250.000 Euro.

Laut Personen aus dem Unternehmensumfeld, die sich dazu gegenüber finanz-szene.de äußerten, soll es vor allem zwei Gründe für die Maßnahme geben: Da N26 kein umfangreiches Kreditgeschäft betreibt, kann die Bank mit großen Einlagen nicht viel anfangen. Außerdem soll das Haus ein Tagesgeldkonto mit positivem Zinssatz planen. Mit Strafzinsen könnten Kunden mit größerem Guthaben einen Anreiz haben, ihr Geld auf solch ein Konto zu überweisen. Das gilt besonders dann, wenn dieses Konto in Kooperation mit einem Partner angeboten wird. In diesem Fall könnte N26 zusätzlich eine Provision erhalten.

Lesen Sie auch

(emw)