NAS-Betriebssystem: Freies openmediavault in Version 6.0 erschienen

Das Betriebssystem openmediavault, das Funktionen für Netzwerkspeicher (NAS) bereitstellt, hat einen aktualisierten Unterbau und eine neue Oberfläche erhalten.

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Aufmacher openmediavault 6.0

(Bild: asharkyu/Shutterstock.com)

Von
  • Dirk Knop

Das quelloffene Betriebssystem openmediavault für Netzwerkspeicher (NAS) hat den Versionsstand 6.0 erreicht – unter dem Codenamen "Shaitan". Es basiert auf Debian 11 (Bullseye). Dem Entwickler zufolge wurde die Benutzeroberfläche von Grund auf neu programmiert.

Openmediavault hat als Zielgruppe vornehmlich Small- und Home-Offices. Der eigene Anspruch ist, einfach sowie direkt "Out-of-the-Box" nutzbar zu sein. Außerdem soll es sich ohne tieferes Expertenwissen installieren und verwalten lassen.

In der neuen Version sind neue containerisierte Plug-ins hinzugekommen: S3, OwnTone, PhotoPrism, WeTTY, FileBrowser und Onedrive. Diese werden jedoch nicht auf allen Plattformen unterstützt, da die Basis-Container lediglich für bestimmte CPU-Architekturen zur Verfügung stehen.

Die Liste der weiteren Änderungen ist recht umfangreich. Zu den auffälligeren Neuerungen gehört etwa, dass der ISO-Installer nun etwa erlaubt, nach Start von einem USB-Stick auf einem anderen USB-Stick zu installieren. Dazu muss das Verzeichnis/media nicht eingebunden sein. Das Kommandozeilen-Werkzeug omv-update wurde zudem durch omv-upgrade ersetzt. Interessierte finden in der verlinkten Meldung weitere Details.

Passend zur aktuellen Version 6.0 von openmediavault hat der Entwickler das End-of-Lifecycle für den 5er-Zweig des Betriebssystems angekündigt. Laut der zugehörigen Meldung soll es nach dem 30.06.2022 dafür keine Fehlerbehebungen oder Sicherheitsupdates mehr geben. Es empfiehlt sich daher ein zügiges Update. Dies gelingt etwa durch den Aufruf von omv-release-upgrade an der Kommandozeile.

Der Projekt-Maintainer weist darauf hin, dass es beim Upgrade von Version 5 auf 6 zu Problemen kommen kann, wenn JMicron-USB-Controller im System werkeln. Außerdem unterbindet der Installer eine Side-by-Side-Installation auf Systemen mit grafischer Oberfläche. Die aktuellen und auch eine ältere Version der ISO-Datei lässt sich auf der Download-Seite des Projekts herunterladen. Zudem finden Interessierte bei heise Tipps&Tricks eine Anleitung, wie sich mit openmediavault aus einem Raspberry Pi ein NAS bauen lässt.

(dmk)