Essen auf interplanetaren Reisen: NASA prämiert futuristische Nahrungskonzepte

In absehbarer Zeit sollen Menschen tiefer in den Weltraum vordringen als je zuvor. Dafür, wie sie sich dabei ernähren sollen, wurden nun Vorschläge gesucht.

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Für frisches Essen von der Erde wird es auf dem Weg zum Mars schwierig.

(Bild: NASA)

Von
  • Martin Holland

Die Weltraumagenturen der USA und Kanadas haben in einem Wettbewerb insgesamt 28 Teams ausgewählt, die teilweise Preisgelder für ihre Vorschläge erhalten, wie sich Astronaut:innen auf erdfernen Missionen ernähren können. Diese hatten sie zu der seit Januar laufenden sogenannten Deep Space Food Challenge eingereicht. An 18 Teams aus den USA gehen nun jeweils 25.000 US-Dollar, die restlichen 10 bekommen zwar kein Geld, aber eine "Anerkennung". In einer Fernsehsendung sollen am 9. November zwei Teams als Gewinner für besonders herausragende Innovationen ausgewählt werden.

Die nun ausgewählten Teams hätten unter anderem gefriergetrocknete Mahlzeiten vorgeschlagen, aber beispielsweise auch gezüchtete Fleischzellen. Eine Auflistung gibt es auf der Website des Wettbewerbs. Demnach gehört auch ein Vorschlag aus Deutschland zu den nun ausgewählten Konzepten. "Electric Cow" wolle unter anderem Kohlenstoffdioxid und andere Abfallprodukte von Mikroorganismen und 3D-Druckern in Essen umwandeln lassen. Aus Kanada wurden noch keine Vorschläge ausgewählt, das plant die CSA demnach zu einem späteren Zeitpunkt.

Zur Eröffnung des Wettbewerbs hatten die NASA und die CSA erläutert, dass Raumfahrer und Raumfahrerinnen auf Missionen über den Mond hinaus nicht mehr wie aktuell durch regelmäßige Lieferungen von der Erde versorgt werden können. Nötig seien deshalb Technologien oder Systeme zur Nahrungsmittelherstellung, für die minimale Ressourcen notwendig seien und die so wenig Abfall produzieren, wie möglich. Gleichzeitig müssten die so hergestellten Speisen sicher, nahrhaft und lecker sein, um die Crew einer Mission in den tiefen Weltraum bei Gesundheit und Laune halten zu können. Die Einreichungen könnten aber nicht nur der bemannten Raumfahrt helfen, sondern auch die Nahrungsmittelsicherheit auf der Erde erhöhen, hoffen die Raumfahrtagenturen.

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(mho)