NASA bucht Flug zum Mond für den ersten US-Rover

2023 soll der Rover Viper auf dem Mond die Wasserreserven analysieren und bemannte Flüge vorbereiten. Nun wurde sein Flug gebucht.

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Illustration von Viper auf dem Mond

(Bild: NASA/Ames Research Center)

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Das US-Unternehmen Astrobiotic soll Ende 2023 den ersten Rover der NASA zum Mond bringen. Dafür zahlt die US-Weltraumagentur fast 200 Millionen US-Dollar an das Unternehmen aus Pittsburgh, das bereits andere Aufträge von der NASA erhalten hat.

Der Rover Viper (Volatiles Investigating Polar Exploration Rover) soll 100 Tage lang rund um die Landestelle nach Wasser suchen und damit unter anderem die aktuell geplanten bemannten Flüge zum Erdtrabanten vorbereiten. Dazu soll das Gefährt unter anderem auch bis zu einen Meter tief bohren können.

Die NASA hat zwar schon mehrere Rover zum Mars geschickt, auf dem Mond gibt es bislang aber nur derartige Gefährte aus der Sowjetunion und von China – abgesehen von den Fahrzeugen der Apollo-Astronauten. Ein indischer Rover zerschellte vergangenes Jahr auf der Mondoberfläche.

Viper soll nun mehr Informationen über die bereits bekannten Wasserreservoirs auf dem Mond sammeln, damit diese künftig auch von Astronauten genutzt werden können. Dazu soll er am Südpol des Mondes mehrere Kilometer zurücklegen, erklärt die NASA.

Astrobiotic soll bereits im kommenden Jahr Nutzlast zum Mond schicken, auf der ersten US-Rakete zum Erdtrabanten seit dem Ende des Apollo-Programms 1972. Das Unternehmen hat dafür den eigenen Lander Peregrine entwickelt, der sanft auf dem Mond aufsetzen und 14 verschiedene Nutzlasten mit sich führen soll. Dafür gibt es von der NASA rund 80 Millionen US-Dollar. Für den Rover Viper setzt das Unternehmen aber auf einen weiteren Lander namens Griffin. Der kann bis zu 500 Kilogramm Nutzlast zum Mond bringen, genug für den 430 Kilogramm schweren Rover, der etwa so groß ist wie ein Golfmobil.

(mho)