NUC-Roadmap: Intel setzt 2021 angeblich auf AMD- oder Nvidia-Grafikchips

Intels „Hades Canyon“ genannter NUC-Mini-PC mit Radeon-GPU soll einen Nachfolger erhalten – erneut ohne eigenen Grafikchip trotz Xe-Entwicklung.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 7 Beiträge

(Bild: Intel)

Von

Intel plant offenbar weitere Oberklasse-Mini-PCs, die mit einem eigenen Prozessor samt Grafikchip eines Drittanbieters ausgestattet sind – AMD und Intel wären die geeigneten Kandidaten. Eine aufgetauchte Roadmap enthält einen Nachfolger für „Hades Canyon“ alias NUC 8 Extreme, den Intel Anfang 2018 vorstellte. Mit „Kaby Lake-G“ nutzte der Mini-Gaming-PC den wahrscheinlich außergewöhnlichsten Kombiprozessor der letzten Jahre: Intel kombinierte eine Vierkern-CPU mit einem Radeon-Grafikchip inklusive schnellem HBM2-RAM auf einem einzelnen Träger.

Die NUC-Roadmap zeigt Twitter-Nutzer „momomo_us“, der für Hardware-Leaks bekannt ist. Demnach will Intel den Mini-PC Ende 2020 vorstellen und bis mindestens Ende 2021 verkaufen. Bis dahin wird der Chiphersteller längst eigene GPUs mit Xe-Grafikarchitektur produzieren, die folglich noch nicht für einen Gaming-NUC infrage kämen.

Angebliche NUC-Roadmap von Intel: "Hades Canyon" soll Ende 2020 einen Nachfolger erhalten.

(Bild: via Twitter-Nutzer "momomo_us")

Im „Hades Canyon“-Nachfolger sitzen laut der Roadmap Mobilprozessoren aus Intels zweiter 10-Nanometer-Generation, „Tiger Lake-U“ genannt. Die separate Nennung einer Drittanbieter-GPU anstelle eines eigenen Codenamens deutet auf zwei Siliziumchips mit getrennten Trägern hin. Dazu passt auch eine Vergrößerung des Gehäuses von 1,2 auf angeblich 1,35 Liter Volumen.

Lesen Sie auch

In der Leistungsklasse unter „Hades Canyon“ zeigt die Roadmap „Frost Canyon“ mit Sechs- und Vierkern-Prozessoren aus der Mobilserie Core i-10000U („Comet Lake-U“) bis Ende 2021. Frühere Gerüchte nannten eigentlich „Panther Canyon“ als Nachfolger für Ende 2020. Letzterer sollte den ersten NUC mit 10-Nanometer-Prozessor darstellen, nachdem Intel auf ein Modell mit Core i-1000G („Ice Lake-U“) verzichtete.

(mma)