Nach Homeoffice-Ärger: Apples Machine-Learning-Chef kehrt zu Google zurück

Der Weggang von Ian Goodfellow ist durch die Wahl seines neuen Arbeitgebers für die Kalifornier doppelt ärgerlich. Wie es für Goodfellow jetzt weitergeht.

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Apple Park

(Bild: Sukrita Rungroj/Shutterstock.com)

Von
  • Malte Kirchner

Apples früheren Direktor für Machine Learning zieht es wieder zu seinem vorherigen Arbeitgeber. Ian Goodfellow kehrt nach Insiderinformationen zurück zu Googles Abteilung für Künstliche Intelligenz. Der 35-Jährige hatte Apple verlassen, da er mit der verpflichtenden Rückkehr aus dem Homeoffice zurück in die Präsenzarbeit nicht einverstanden war.

Bei der Google-Mutter Alphabet wird Goodfellow in der Einheit DeepMind angestellt, wie Bloomberg berichtet. Diese KI-Forschungsabteilung verbessert unter anderem Google-Dienste. Das Unternehmen selbst hat die Einstellung noch nicht bestätigt.

Goodfellow, der als einer der führenden Forscher für maschinelles Lernen gilt, war zuvor schon von März 2017 bis März 2019 für Google tätig. Dort wurde er von Apple abgeworben. Bei Apple war er unter anderem dafür zuständig, KI-Funktionen lokal auf die Geräte zu verlagern, um aus Datenschutzgründen möglichst wenig auf Cloud-Dienste zurückgreifen zu müssen.

Alphabet geht Vergleich zu Apple mit dem Thema Homeoffice lockerer um. Zwar ermuntert der Konzern seine Mitarbeiter inzwischen auch, wieder ins Büro zurückzukehren, nachdem während der vergangenen Jahre in der Coronapandemie die meisten ins Homeoffice gewechselt waren. Allerdings macht Alphabet offenbar großzügig Ausnahmen für jene Mitarbeiter, die lieber weiter von zu Hause aus arbeiten möchten.

Bei Apple gehörte Goodfellow zum erweiterten Führungsstab, der laut Bloomberg rund 1000 Direktoren bei insgesamt geschätzt 170.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umfasst. Seine Kündigung machte Schlagzeilen, da es der bislang prominenteste Weggang infolge von Apples Rückkehrpflicht ist. Diese Pflicht wurde im April eingeführt und sollte vollumfänglich eigentlich am 23. Mai greifen. Sie sah vor, dass die Mitarbeiter drei Tage pro Woche im Büro sein müssen. Wegen anhaltender Coronaausbrüche hat Apple aktuell aber erneut davon abgesehen, die neue Regel umzusetzen.

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(mki)