Nach Upgrade auf macOS 13 Ventura: SSH- und RP2040-Probleme

Apple nutzt in macOS 13 OpenSSH_9.0p1, was Verbindungsprobleme verursachen kann. Weitere Probleme gibt es beim Bespielen von RP2040-Boards.

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Bei diesem Mann funktioniert SSH noch.

(Bild: Shutterstock.com / Gorodenkoff)

Von
  • Ben Schwan

Nutzer von macOS 13 alias Ventura berichten über Schwierigkeiten bei der Arbeit mit Servern sowie der Nutzung des Raspberry Pi Pico und anderer RP2040-Bastelboards. Beide Probleme hängen mit internen Änderungen innerhalb des neuen Mac-Betriebssystems zusammen. Sie haben zwar Workarounds, eine grundsätzliche Lösung – oder mindestens Dokumentation – könnte jedoch nur Apple selbst liefern.

Wer bislang unter macOS 12 alias Monterey über die Terminal-Anwendung problemlos via SSH auf seinen Serverpark zugreifen konnte, erhält womöglich nun eine Fehlermeldung. Diese besteht aus der Angabe, dass keine gemeinsame Signatur unterstützt wird und dadurch der Zugriff zu verweigern ist. Wie der Blogger Richard Staats schreibt, hat dies mit Apples Umstieg auf OpenSSH_9.0p1 innerhalb von Ventura zu tun. Selbiges deaktivert RSA-Signaturen bei SHA-1-Hash-Algorithmen zunächst – was die Verbindung in diesen Fällen scheitern lässt.

Abhilfe gibt es auf zweierlei Art, wie Staats herausgefunden hat. Entweder man sorgt serverseitig für ein Upgrade von OpenSSH und regeneriert den Key – natürlich von einem Rechner aus, der mit RSA via SHA-1 (noch) zurechtkommt – oder man ändert die Konfiguration am Mac. Erstere Lösung wäre eigentlich die beste Variante, allerdings haben viele Nutzer keinen Zugriff auf die Konfiguration und müssen deshalb den jeweiligen Administrator um Hilfe bitten. Mac-seitig hilft eine Änderung der Datei ~/.ssh/config:

Host *
HostkeyAlgorithms +ssh-rsa
PubkeyAcceptedAlgorithms +ssh-rsa

müsste ergänzt werden. Wer dies – auch aus Sicherheitsgründen – nicht allgemeingültig machen will, kann seine Sitzung auch einfach passend konfiguriert starten:

ssh -o 'PubkeyAcceptedKeyTypes +ssh-rsa' -i ~/.ssh/yourkey user@example.com

In beiden Fällen klappt der Zugriff dann wieder.

Ein weiteres Problem mit macOS 13 betrifft die Verwendung des Raspberry Pi Pico sowie verwandter Boards auf RP2040-Basis. Zwar lässt sich hier zum Beschreiben das virtuelle RPI-RP2-Volume mounten, doch kann man UF2-Dateien nicht mehr darauf ziehen wie unter Monterey. Es erscheint im Finder der Fehler kPOSIXErrorENOATTR ("Attribute not found"). Offenbar hat der Finder Probleme mit dem Schreiben und Lesen bestimmter zusätzlicher Metadaten (extended attributes) in dieser speziellen Konfiguration.

Davon geht auch das offizielle Raspberry-Pi-Blog aus, das den Fehler näher beschreibt. Früher habe dies "einfach funktioniert", unter Ventura geht das Beschreiben aber nicht mehr. Abhilfe schafft ein Ausflug ins Terminal. Nach dem Mounten des Boards über das Drücken des BOOTSEL-Knopfes beim Einstecken in den Rechner kann man dort über den Copy-Befehl tätig werden:

cp -X blink.uf2 /Volumes/RPI-RP2/

Die dann auftauchenden Fehlermeldungen kann man laut Raspberry-Pi-Blog ignorieren, Alternativ funktioniert aber auch rsync ohne Fehler:

rsync blink.uf2 /Volumes/RPI-RP2/

Letzte Möglichkeit ist die Verwendung der Anwendung picotool, diese muss man allerdings zunächst installieren. Apple scheint über den Finder-Fehler informiert zu sein, ob es demnächst einen Fix gibt, steht noch in den Sternen.

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(bsc)